Liebster Award 2014

Liebster Award

Der »Liebst­er Award« geis­tert schon eine gan­ze Wei­le in immer mal etwas ande­rer Form durch die Blogs und hat es sogar in ande­re Spra­chen geschafft. Nun bin ich selbst nomi­niert wor­den, und das, wo ich mitt­ler­wei­le doch kaum noch dazu kom­me, sinn­vol­les geb­logg­tes von mir zu geben. Nico von Nico­ro­la nomi­nier­te mich für dem Liebst­er Award und ich füh­le mich sehr geehrt, denn immer­hin war seins eins der ers­ten Blogs, die ich regel­mä­ßig gele­sen habe und immer noch gern lese und auch einer der Grün­de für vie­le Lieb­lings­bands in mei­nem Leben. Ich neh­me die Nomi­nie­rung natür­li­ch gern an und beant­wor­te sei­ne 11 Fra­gen. Im Anschluss bin ich selbst an der Rei­he, tol­le Blogs zu nomi­nie­ren und 11 eige­ne Fra­gen auf­zu­stel­len. Aber eins nach dem ande­ren!

Nicos Fragen an mich

Dein Start in die Welt der Musik: Vinyl, Kassettenrekorder, Radio, CD-Player, MP3?

Ange­fan­gen hat bei mir als Kind der 80er natür­li­ch alles mit dem Kas­set­ten­re­cor­der. Ich saß damals stun­den­lang am Radio, nur um recht­zei­tig nach Ansa­ge des DJs den Record-But­ton zu drü­cken, um Songs, die ich moch­te, mög­lichst voll­stän­dig auf Kas­set­te zu ban­nen. Glück­li­cher­wei­se wur­de damals im Radio auch des öfte­ren noch gute Musik gespielt. Lei­der ent­wi­ckel­te ich dann nach und nach erst mal einen eher grau­si­gen Geschmack mit Modern Tal­king und spä­ter auch DJ Bobo, bis ich dann in der zwei­ten Hälf­te der 90er, längst bei einem guten Discman ange­kom­men, zu Musik abseits der Charts wech­sel­te und nur noch mit Grau­en zurück­bli­cke. Vinyl habe ich irgend­wie kom­plett über­sprun­gen und bis­her für mich auch nie als Lieb­ha­ber-Ding ent­deckt. Dazu fehlt mir lei­der ein­fach Zeit und Geld, um wirk­li­ch bewusst Schall­plat­ten zu hören. Viel­leicht ent­geht mir so ein beson­de­res inten­si­ves Hör­erleb­nis, aber man muss halt Kom­pro­mis­se im All­tag mit Frau und »beson­de­rem« Kind ein­ge­hen.

Kannst du dich eigentlich noch daran erinnern, wie du mit deinem Blog angefangen hast?

Eine eige­ne Web­site woll­te ich an sich schon etwa seit der Jahr­tau­send­wen­de auf­zie­hen und hat­te auch den einen oder ande­ren Ver­su­ch gestar­tet und immer wie­der ver­wor­fen, als sich mei­ne Kennt­nis­se in HTML, CSS und spä­ter PHP ver­bes­ser­ten. So wirk­li­ch kom­for­ta­bel waren die eige­nen Sei­ten aber nie. Mein ers­tes Blog star­te­te ich dann aus einer Lau­ne her­aus, nach­dem ich mich 2006 von mei­ner Ex-Frau trenn­te und irgend­wie nach fri­schem Wind im Web such­te. Da kam die in Deutsch­land gera­de auf­blü­hen­de Blog-Land­schaft gera­de rich­tig und ich star­te­te erst auf Blogger.de, wo mei­ne Schand­ta­ten sogar immer noch online sind. Irgend­wann wech­sel­te ich dann zur eige­nen Domain mit Word­Press-Unter­bau, wech­sel­te die­se seit­dem auch noch zwei Mal und ste­he seit­her mit dem nun auch schon seit mehr als zwei Jah­ren lau­fen­den Knarz­werk immer noch ein wenig am Neu­an­fang, denn zwi­schen­durch kamen ein­fach mal Frau und Kind und immer weni­ger Zeit dazwi­schen. Mis­sen will ich das Blog­gen aber kei­nes­falls, auch wenn die Pos­ting­fre­quenz sicher manch­mal doch etwas grö­ßer sein könn­te, als die Zeit es zulässt.

Wie sieht dein Setting aus? (Computer? Kopfhörer? Smartphone?)

Da ich ver­su­che, den Musik­kom­sum mög­lichst gut auf die weni­ge dafür freie Zeit zu ver­tei­len und zudem fast kom­plett zum Strea­men über­ge­gan­gen bin, hat sich bei mir haupt­säch­li­ch mein Smart­pho­ne als Play­er der Wahl durch­ge­setzt. Per Kabel oder Blue­too­th wird das Ding ent­we­der an ordent­li­che Kopf­hö­rer, das Auto­ra­dio oder auch mal eine klei­ne Box oder mal die Ste­reo­an­la­ge zu hau­se ange­stöp­selt. In Namen sind das zum Einen mein Goo­gle Nexus 4 als Spo­ti­fy-Cli­ent, co:caine Sound Clash-Kopf­hö­rer, eine alte, aber immer noch gute Pioneer-Anla­ge mit Can­ton-Boxen, das Werks­ra­dio in mei­nem Citro­en via Line-In und ein NoNa­me-Blue­too­th-Spea­ker für 10€. Also nix wirk­li­ch dol­les, da ich mir aber nur sel­ten Zeit für rei­nes Musik­hö­ren neh­men kann, reicht mir das Set­ting aus.

Deine Vorlieben: Vinyl, CDs, MP3, Streaming?

Wie schon ange­deu­tet, strea­me ich fast aus­schließ­li­ch mit ein paar ein­ge­streu­ten MP3s von Alben, die es bei Spo­ti­fy nicht gibt. Wirk­li­ch gelieb­te Alben kau­fe ich mir wenn es der Geld­beu­tel zulässt auch wei­ter­hin, um die Künst­ler zu unter­stüt­zen, in letz­ter Zeit hat sich das aber vor allem auf die klei­nen Indie-Bands beschränkt, deren Alben ich auf Band­camp oder direkt bei der Band erste­hen konn­te. Ich habe aber auch kein schlech­tes Gefühl dabei, fast nur zu strea­men und weder das angeb­li­ch uner­reich­te Klang­er­leb­nis von Vinyl erle­be, noch die Angst der gro­ßen Bands vor schwin­den­den Ein­nah­men man­gels Alb­um­käu­fen zu sehr an mich her­an las­se. Für mich ist es halt ein­fach die Rea­li­tät, dass ich zum Einen ein Musik­jun­kie bin und immer neue Klän­ge, Songs und Hör­erleb­nis­se suche, mir aber lei­der auch ein­fach nicht leis­ten kann, alles das zu kau­fen, was ich höre. Da ist ein Spo­ti­fy-Pre­mi­um-Abo in mei­nen Augen ein­fach mal der bes­te Kom­pro­miss.

Was hörst du am liebsten?

Das ist schwer zu beant­wor­ten, denn das wech­selt eigent­li­ch stän­dig. Es gibt bei mir an sich nur ein »Mag ich«, »muss ich nicht weg­ren­nen, wenn es läuft« und »kann ich abso­lut nicht aus­ste­hen«. In der Kate­go­rie »Mag ich« kann ich sicher auch noch Abstu­fun­gen machen, aber kaum auf weni­ge klei­ne Gen­res oder Bands ein­schrän­ken. Gene­rell kann man aber sagen, dass vor allem Songs als Favo­ri­ten hän­gen blei­ben, die irgend­wie unge­wöhn­li­ch klin­gen, mich über­ra­schen kön­nen, Din­ge leicht anders machen als ande­re. Dabei soll­te aber schon eine gewis­se Melo­die und Rhyth­mus-Struk­tur vor­han­den sein, denn zu Avant­gar­de ist mir ein­fach auch zu anstren­gend. Oft mag ich aber auch ein­fach den grad ange­sag­ten, fluf­fi­gen Indie-Rock-Song der neu­es­ten Hype-Band. Haupt­sa­che die Abwechs­lung stimmt!

Wo hörst du am liebsten?

Am inten­sivs­ten und auf­merk­sams­ten kann ich meist nur im Auto hören, wenn ich allein irgend­wo hin unter­wegs bin. Seit ich im Som­mer so nah an mei­ne Arbeits­stel­le gezo­gen bin, dass ich meist mit der Rad fah­re und auch mit dem Auto nur noch maxi­mal 5 Minu­ten unter­wegs bin, ist dar­aus eine sehr sel­te­ne Ange­le­gen­heit gewor­den. Neben­bei höre ich zwar immer, wenn es mög­li­ch ist, wirk­li­ch am liebs­ten aber wei­ter­hin im Auto, wenn ich mich auch auf die Musik kon­zen­trie­ren kann.

Welche Platte hörst du gerade?

Der­zeit sind dass alle mög­li­chen Alben aus die­sem Jahr, denen ich noch zu wenig Auf­merk­sam­keit geschenkt habe, in der Hoff­nung, die­ses Jahr auch wie­der eine Jah­res-Bes­ten­lis­te zusam­men­stel­len und blog­gen zu kön­nen. Gera­de in die­sem Moment höre ich »Seeds« von TV On The Radio und schwan­ke immer noch zwi­schen »Braucht noch etwas Zeit« und »ent­täu­schen­de Plat­te«…

Was nervt dich an der Musikindustrie?

Im Grun­de nervt mich allein schon, dass man von Musik­in­dus­trie spricht. Eine Indus­trie ist auf mög­lichst hohe Umsät­ze aus und ver­sucht, sei­ne Güter mit mög­lichst effi­zi­en­ten Metho­den zu pro­du­zie­ren. Allein dar­aus lässt sich an sich schon ablei­ten, was alles so schief läuft in unse­rer Musik­welt. Wo bleibt da dann noch die Kunst? Musik ist ein Pro­dukt, das sich mög­lichst mas­sen­wei­se ver­kau­fen las­sen soll, die eigent­li­chen Künst­ler sind oft­mals nur noch ein­fa­che Arbei­ter, die eben die­ses Pro­dukt her­stel­len und einen klei­nen Teil des Umsat­zes abbe­kom­men. Zum Glück gibt es heu­te aber das Inter­net und immer mehr Mög­lich­kei­ten für die Künst­ler wie­der gen­au das zu sein, und nicht nur unter der gro­ßen Plat­ten­fir­ma malo­chen zu müs­sen. Gera­de im Indie-Bereich tut sich da in den letz­ten Jah­ren eine Men­ge und die Künst­ler holen sich die Zügel zurück in die eige­nen Hän­de. Von daher bin ich an der Stel­le ganz opti­mis­ti­sch. Und was in den Charts pas­siert, kann mir eh egal sein. Das darf ruhig indus­tri­ell pro­du­zier­ter Müll blei­ben, ich muss es mir ja nicht anhö­ren und schaf­fe es in den letz­ten Jah­ren auch erfolg­reich, der Charts-Beschal­lung zu ent­ge­hen. Ich habe kei­ne Ahnung, was in den letz­ten 10 Jah­ren so in den Charts los war, wie die »ange­sag­ten« Bands und Stars hei­ßen oder wie die neu­es­ten Trends klin­gen und füh­le mich pudel­wohl damit!

Welche anderen Blogs liest du?

Da gibt es so eini­ge, zu vie­le um sie alle auf­zu­zäh­len. Dank Feed­ly schaf­fe ich es immer­hin auch rela­tiv gut, täg­li­ch alles zu über­flie­gen und die wirk­li­ch inter­es­san­ten Arti­kel dann auch zu lesen. Eini­ge der dabei am häu­figs­ten hän­gen blei­ben­den, die ich aber nicht schon öfters mal genannt habe, sind fol­gen­de[1]:

  • Art Of The Tit­le Sequen­ce (Blog über beson­de­re Titel­se­quen­zen in Fil­men und Seri­en)
  • Porn­Bur­ger (hand­ge­mach­te Gour­met-Bur­ger fern­ab von McDo­nalds und co. Oft mit einem Pop­kul­tur-Bezug)
  • Tonight is gon­na be a lar­ge one. (Bul­lion schreibt über sei­ne Film­lei­den­schaft und ande­res)
  • What If? (Hier ver­sucht der XKCD-Macher ver­rück­te Fra­gen wie »Was wäre, wenn die Erde so schnell rotie­ren wür­de, dass ein Tag nur eine Sekun­de dau­ert?« oder »Was wäre, wenn ein Regen­schau­er sei­ne Was­ser­men­ge in nur einem rie­si­gen Trop­fen fal­len las­sen wür­de?« mit wis­sen­schaft­li­chen Mit­teln zu beant­wor­ten – abso­lut geni­al!)
  • Zeit­zeu­gin (Gud­dy schreibt über Rol­len­spie­le, Comics und ande­res Ner­di­ges)

Wie entscheidest du, welche Themen auf deinem Blog landen?

In der Regel gilt, wenn es mir Spaß bringt und ich es mit ande­ren tei­len will, dann wird’s geb­loggt. Ein­fa­che Video-Fün­de und so lan­den aus Zeit­man­gel auch hin und wie­der ein­fach mal nur bei Face­book, wenn ich aber tol­le mir vor­her unbe­kann­te Bands ent­de­cke, einen Film gese­hen oder Comic gele­sen habe, der mich abso­lut begeis­tern konn­te, und zudem noch genü­gend Zeit fin­de, um etwas zu schrei­ben, dann lan­det das im Blog. Zwar dreht es sich größ­ten­teils um Musik, theo­re­ti­sch gibt es aber auch kaum The­men, die hier nicht auch auf­tau­chen könn­ten, viel­leicht abge­se­hen von Beau­ty-Tipps oder sowas.

Deine andere große Leidenschaft neben der Musik?

Da gibt es auf der einen Sei­te natür­li­ch seit mitt­ler­wei­le 13,5 Mona­ten mei­ne Toch­ter, die ich für nichts in der Welt wie­der her­ge­ben wol­len wür­de. Dank ihres Down Syn­droms bedeu­tet das aber auch, dass sogar noch weni­ger Zeit für ande­re Din­ge bleibt, als bei einem Kind ohne Behin­de­rung. Wenn ich es denn aber schaf­fe, gehört mei­ne Frei­zeit neben der Musik noch Fil­men und Seri­en und Comics aller Art. Glück­li­cher­wei­se lässt sich das alles auch ganz gut ver­ein­ba­ren.

Meine Nominierungen und Fragen

Die Regeln besa­gen, dass man 5 bis 11 wei­te­re Blogs mit »weni­ger als 1000 Fol­lo­wern« nomi­nie­ren soll. Da ich nur schwer sagen kann, wie vie­le Leser ande­re Blogs denn nun so haben, es sei denn es sind so bekann­te, dass sie ganz klar über 1000 Leser haben, wer­de ich es ein­fach mal auf gut Glück ver­su­chen und unab­hän­gig davon eini­ge von mir sehr gern gele­se­ne Blogs nomi­nie­ren, die unab­hän­gig von der Zahl der aktu­el­len Leser sicher noch eini­ge mehr ver­dient haben:

Hier sind mei­ne 11 Fra­gen an euch, die ich auf­grund der the­ma­ti­sch etwas grö­ße­ren Band­brei­te mei­ner Nomi­nie­run­gen etwas all­ge­mei­ner gewählt habe:

  1. Wie bist du zum Blog­gen gekom­men?
  2. Wor­über wür­dest du nie auf dei­nem Blog schrei­ben?
  3. Hast du durch dein Blog schon beson­de­re Din­ge erlebt, die ohne es ver­mut­li­ch nie pas­siert wären?
  4. Für wen bloggst du?
  5. Was hat dich 2014 am meis­ten bewegt?
  6. Die obli­ga­to­ri­sche Insel­fra­ge: Wenn du gen­au fünf Din­ge auf eine ein­sa­me, aber mit Strom und Mul­ti­me­dia-Abspiel­ge­rä­ten aus­ge­stat­te­te Insel mit­neh­men dürf­test, was wür­dest du ein­pa­cken?
  7. Wenn du ent­schei­den dürf­test, wel­ches Buch, Spiel oder ande­res Medi­um ver­filmt wer­den soll, wel­ches wür­dest du wäh­len und wer soll­te die Haupt­rol­len spie­len?
  8. Wie muss ein Tag für dich begin­nen, damit du ihn genie­ßen kann­st?
  9. Wenn du mit einer fik­ti­ven oder rea­len, leben­den oder toten Per­son ein Bier/Kaffee/Tee/sonstwas trin­ken und gemüt­li­ch quat­schen könn­test, wen wür­dest du wäh­len?
  10. Was darf in dei­nem Kühl­schrank nicht feh­len?
  11. Digi­tal oder ana­log? Sprich: Hast du dei­ne Fil­me, Musik, Bücher lie­ber in phy­si­scher Form zum Anfas­sen oder reicht digi­tal auf der Fest­plat­te?

Die Award-Regeln

  1. Dan­ke der Per­son, die dich für den Liebst­er Award nomi­niert hat und ver­lin­ke ihren Blog in dei­nem Arti­kel.
  2. Beant­wor­te die 11 Fra­gen, die dir der Blog­ger, der dich nomi­niert hat, stellt.
  3. Nomi­nie­re 5 bis 11 wei­te­re Blog­ger für den Liebst­er Award, die bis­her weni­ger als 1.000 Fol­lo­wer haben.
  4. Stel­le eine neue Lis­te mit 11 Fra­gen für dei­ne nomi­nier­ten Blog­ger zusam­men.
  5. Schrei­be die­se Regeln in dei­nen Liebst­er Award-Blog-Arti­kel.
  6. Infor­mie­re dei­ne nomi­nier­ten Blog­ger über den Blog-Arti­kel.

Ich bin gespannt auf eure Bei­trä­ge. Natür­li­ch darf sich auch gern jeder ande­re mei­ne Fra­gen grei­fen. Ein klei­ner Hin­weis wäre toll, denn ich wür­de natür­li­ch auch gern eure Ant­wor­ten mit­be­kom­men!

  1. Was nicht heißt, dass ich die ande­ren nicht lese oder nicht zu schät­zen weiß! []
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geschrieben von Alex
Netzbürger mit mindestens einem Ohr in der Musik, einem Auge im Film und einer Hand an der Maus. Familie, Arbeit und Bloggen herumjonglierend und Spaß dabei!