Top 30 Alben 2012 Part 1 (30 – 21)

2012 war ein ganz gro­ßes Musik­jahr. Sel­ten ist es mir so schwer gefal­len, mei­ne liebs­ten Alben eines Jah­res zusam­men­zu­stel­len. Erschwert wur­de außer­dem noch alles dadurch, dass ich gera­de jetzt im Dezem­ber noch meh­re­re genia­le Alben ent­deckt habe, die es teil­wei­se bis in die Top 10 geschafft haben. Schwe­ren Her­zens konn­te ich mich nun aber auf eine Top 30 run­ter­ar­bei­ten. Wie schon auf dem free­Q­net wer­de ich auch hier die Lis­te in drei Tei­le split­ten. Begin­nen wir mit den Plät­zen 30 bis 21!

Album -  The Gaslamp Killer – Breakthrough

30. The Gaslamp Killer – Breakthrough

Wäh­rend Gas­lamp-Kil­ler-Zög­ling Gon­jas­u­fi mich die­ses Jahr mit einem belang­lo­sen Album ent­täusch­te, macht der Kil­ler selbst auf sei­nem ers­ten Solo­werk dage­gen alles rich­tig. Psy­che­de­li­scher Instru­menal Hip-Hop wech­selt sich mit Glitch, Geräusch­ku­lis­sen und eini­gen durch ver­schie­de­ne Gast­sän­ger unter­stütz­ten Songs ab und über allem liegt eine unnach­ahm­li­che düs­ter-chil­li­ge Atmo­sphä­re.

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Album - Diablo Swing Orchestra – Pandoras Pinata

29. Diablo Swing Orchestra – Pandoras Piñata

Aus einer voll­kom­men ande­ren Ecke kommt das schwe­di­sche Dia­blo Swing Orches­tra. Auf ihrem mitt­ler­wei­le drit­ten Album »Pan­d­o­ras Piña­ta« funk­tio­niert die Mischung aus Metal, Oper, Swing und aller­lei ande­ren Ein­wür­fen immer noch tadel­los und wo man meint, die Band kön­ne sich nicht mehr stei­gern, wird man eines Bes­se­ren belehrt. Sicher nicht jeder­manns Sache, mei­ne aber auf jeden Fall!

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Album - The Heavy – The Glorious Dead

28. The Heavy – The Glorious Dead

Mit kräf­ti­gem Neo-Soul und Funk infi­zier­ten Rock haben sich die Nin­ja-Tune-Schütz­lin­ge The Hea­vy auf die Fah­nen geschrie­ben und sind nun eben­falls mit ihrem drit­ten Album unter­wegs. Drei Jah­re lie­ßen sie sich Zeit, gescha­det hat die Pau­se nicht, denn auf dem Album muss man nach Aus­set­zern mit der Lupe suchen. Welt­be­we­gend ist das sicher nicht, die Füs­se wer­den aber garan­tiert nicht still blei­ben.

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Album - Future Of The Left – The Plot Against Common Sense

27. Future Of The Left – The Plot Against Common Sense

Eine Schwä­che leis­ten sich auch Future Of The Left auf ihrem eben­falls drit­ten Album nicht. Vor­wer­fen mag man ihnen allen­falls, die ein­gän­gi­gen Riffs zuguns­ten noi­si­ge­rer Parts und sub­ti­ler Kom­ple­xi­tät zurück­ge­fah­ren zu haben. Man braucht eine Wei­le, um die neu­en Songs genau so zu fei­ern wie die der Vor­gän­ger, dann blei­ben sie aber abso­lut im Ohr hän­gen.

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Album - Beth Jeans Houghton and The Hooves of Destiny – Yours Truly, Cellophane Nose

26. Beth Jeans Houghton and The Hooves of Destiny – Yours Truly, Cellophane Nose

Der Sound von Beth Jeans Hough­ton wur­de mal als Bas­tard aus Anti-Folk und Glam­rock bezeich­net und das kann man auch auf ihrem Debut­al­bum mit den Hoo­ves Of Desti­ny so ste­hen las­sen. Die ein­gän­gi­gen Melo­di­en wer­den vor allem durch das all­ge­gen­wär­ti­ge Augen­zwin­kern in den Lyrics zu etwas ganz beson­de­rem gemacht und las­sen die 23-jäh­ri­ge in ihrem Gen­re mehr als her­aus­ste­chen.

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Album - Bear In Heaven – I Love You, It's Cool

25. Bear In Heaven – I Love You, It’s Cool

2012 muss ein Jahr der drit­ten Alben gewe­sen sein, denn auch Bear In Hea­ven ver­öf­fent­lich­ten bereits zwei Long­play­er bevor sie uns »I Love You, It’s Cool« bescher­ten. Die rich­tig expe­ri­men­tel­len Tage des Erst­lings sind zwar längst vor­bei, auf ihrem drit­ten Werk gelingt den New Yor­kern der Spa­gat zwi­schen Ohr­wurm und Expe­ri­ment aber wirk­lich groß­ar­tig.

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Album - Poppy Ackroyd – Escapement

24. Poppy Ackroyd – Escapement

Es ist schon etwas selt­sam, auf einer Metal-Web­site über ein gänz­lich gitar­ren­lo­ses Klas­si­kal­bum zu stol­pern. Irgend­wo passt es aber dann doch wie­der, denn Metal steht der Klas­sik näher als man denkt. Wirk­lich lau­te Klän­ge wird man auf dem Debut der schot­ti­schen Musik­stu­den­tin aller­dings ver­geb­lich suchen, wer mit der Musik von Phil­ip Glass etwas anfan­gen kann, wird sich hier aber wie zu Hau­se füh­len!

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Album - Tu Fawning – A Monument

23. Tu Fawning – A Monument

Aus dem Port­land-Umfeld fin­den sich die­ses Jahr gleich meh­re­re tol­le Alben in mei­ner Bes­ten­lis­te. Den Anfang machen die vor­letz­tes Jahr von mir noch über­schwäng­lich gefei­er­ten Tu Faw­ning. Platz 23 deu­tet auf ein etwas schwä­che­res Zweit­werk hin, was aber bei dem unglaub­li­chen Debut auch nicht ver­wun­dert. Schlecht ist »A Monu­ment« kei­nes­falls, im Ver­gleich zu der star­ken Kon­kur­renz des Jah­res müs­sen die expe­ri­men­tier­freu­di­gen Vier aber ein wenig ein­ste­cken.

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Album - Two Fingers – Stunt Rhythms

22. Two Fingers – Stunt Rhythms

Dub­step wuchert wie ein Tumor durch sämt­li­che Gen­res und hat sich lei­der viel zu sehr mit dem Kir­mes-Tech­no ange­freun­det, um wirk­lich beden­ken­los genieß­bar zu sein. Glück­li­cher­wei­se gibt es aber Leu­te wie Amon Tobin, der sich unter sei­nem Zweit-Ali­as Two Fin­gers auf Album Num­mer 2 unüber­hör­bar in eben die­sem Gen­re bedient, ohne aber annä­hernd in die Nähe einer Kir­mes oder Kli­schee-Gewob­bel zu kom­men. So muss das klin­gen!

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Album - Yeasayer – Fragrant World

21. Yeasayer – Fragrant World

Den Abschluss für heu­te macht das nächs­te drit­te Album einer Band, die bei mir schon in ver­gan­ge­nen Jah­ren für Begeis­te­rungs­stür­me sorg­te. Die Ein­gän­gig­keit über Bord gewor­fen erfin­den sich Yea­say­er wie­der ein Mal neu, ohne jedoch ihre Iden­ti­tät zu ver­lie­ren. Ganz so geni­al wie das Zweit­werk ist »Fra­grant World« lei­der nicht gewor­den, es steckt aber den­noch eine gan­ze Men­ge Kon­kur­ren­ten in die Tasche.

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geschrieben von Alex
Netzbürger mit mindestens einem Ohr in der Musik, einem Auge im Film und einer Hand an der Maus. Familie, Arbeit und Bloggen herumjonglierend und Spaß dabei!