Top 30 Alben 2012 Part 2 (20 – 11)

Nach­dem der Neu­jahrska­ter hof­fent­lich so lang­sam über­stan­den ist und man sich mit einem Jahr mit einer 13 am Ende ange­freun­det hat, will ich euch auch gleich mit dem zwei­ten Teil mei­ner Album-Bes­ten­lis­te beglü­cken. Nach­dem in Part 1 die Plät­ze 30 – 21 im Ram­pen­licht stan­den, sind nun die Rän­ge 20 – 11 an der Reihe.

Top 30 Alben 2012 Part 2 (20 – 11)

20. Silversun Pickups – Neck Of The Woods

Das drit­te Album der Shoe­ga­zer wur­de von mir heiß erwar­tet und sorg­te dank hoher Erwar­tun­gen zu Beginn erst mal für etwas Ent­täu­schung. Die tol­len Strei­cher-Arran­ge­ments, die mir am Vor­gän­ger so toll gefie­len, waren ver­schwun­den und wichen über­ra­schend viel Elek­tro­nik. Glück­li­cher­wei­se wich die Ent­täu­schung mit jedem Hör­durch­gang und Begeis­te­rung mach­te sich breit. »Neck Of The Woods« kommt viel­leicht nicht ganz an die bei­den Vor­gän­ger her­an, ist aber den­noch ein wirk­lich tol­les Album.

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Album - Soap&Skin – Narrow

19. Soap&Skin – Narrow

Musik aus Öster­reich habe ich viel zu sel­ten auf dem Radar, dabei sind eini­ge wirk­lich genia­le und essen­ti­el­le Künst­ler dort behei­ma­tet. Dazu darf sich auch die 22-jäh­ri­ge Anja Fran­zis­ka Plaschg aka Soap&Skin zäh­len. Nicht umsonst schaff­te sie es mit Ein­flüs­sen von Björk, Nico, Aphex Twin oder Rach­ma­ni­now mit »Nar­row« den ers­ten Platz der öster­rei­chi­schen Main­stream-Charts zu errei­chen, obwohl auf dem Album nicht ein sofort ein­gän­gi­ger, ohr­wur­mi­ger Song zu hören ist. »Nar­row« ist Arbeit und Genuss zugleich.

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Album - Slugabed – Time Team

18. Slugabed – Time Team

Nin­ja Tune blieb auch 2012 ein ste­ti­ger Quell tol­ler Musik. Eine wirk­lich beson­de­re Ver­öf­fent­li­chung dar­un­ter war das Debut­al­bum »Time Team« von Greg Feld­wick aka Sluga­bed. Wohl­fühl-Glitch-Hop mit viel Humor ist dar­auf zu fin­den und klingt ent­ge­gen der fast aus­schließ­lich elek­tro­ni­schen Klang­er­zeu­gung über­ra­schend org­nis­ch und warm. Er selbst sagt, es drü­cke tie­fe Gefüh­le über unbe­schreib­ba­re Din­ge aus. Genau so unbe­schreib­bar ist auch die Musik.

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Album - Clark – Iradelphic

17. Clark – Iradelphic

Clark spal­te­te ja schon mit dem Vor­gän­ger »Totem Fla­re« die Fan­ge­mein­de, wich es doch teil­wei­se sehr von dem Stil sei­ner bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen ab. Mit »Ira­del­phic« schaff­te er die­se Spal­tung erneut, indem er der doch recht unzu­gäng­li­chen IDM des Vor­gän­gers über­ra­schend melo­di­sche Hooks, vie­le akus­ti­sche Instru­men­ten und aller­lei Gesang hin­zu­füg­te. Ich gehö­re schwer über­seh­bar zu dem Teil der Fans, die Clark treu geblie­ben sind und die­sen neu­en Weg abso­lut begrüß­ten. Wirk­lich groß­ar­ti­ges Album!

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Album - Kaizers Orchestra – Violeta Violeta Vol. 3

16. Kaizers Orchestra – Violeta Violeta Vol. 3

Lang­zeit­le­ser mei­nes Vor­gän­ger­blogs free­Q­net wer­den sich even­tu­ell wun­dern, war­um hier schon Volu­me 3 der Vio­le­ta-Tri­lo­gie von Kai­zers Orches­tra auf­taucht, wo in Deutsch­land die­ses Jahr doch erst Part 2 erschien. In Nor­we­gen ist der drit­te aller­dings bereits raus und ich habe mich ent­schlos­sen, mitt­ler­wei­le nicht mehr auf Deutsch­land-Daten zu ach­ten, wenn das bedeu­tet, zu lang auf tol­le Alben war­ten zu müs­sen. Glück­li­cher­wei­se erspart mir das auch den Umgang mit dem doch etwas mit­tel­mä­ßi­gen zwei­ten Album der Tri­lo­gie und ich kann mich auf das episch orches­trier­te Fina­le stür­zen. Nicht das aller bes­te Album der Band, aber doch ein tol­ler Abschluss der Tri­lo­gie, der einen per­fek­ten Mit­tel­weg aus Pathos und schrä­gen Ideen findet.

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Album - Tame Impala – Lonerism

15. Tame Impala – Lonerism

Mit ihrem Debut »Inner­spea­ker« konn­ten die Aus­tra­li­er von Tame Impa­la einen ziem­li­chen Hype ent­fa­chen und sind nicht zuletzt einer der Grün­de für das Psy­che­de­lic-Rock-Revi­val gewe­sen. Natür­lich sorg­ten Gerüch­te um ein zwei­tes Album nur Mona­te nach dem ers­ten 2010 für ziem­li­chen Wir­bel. Letzt­end­lich dau­er­te es dann aber doch bis 2012 und der naht­lo­se Nach­fol­ger »Lone­rism« erblick­te das Licht der Welt. Die Band ver­fei­ner­te ihren Stil, wob neue Ele­men­te ein und konn­ten damit voll­auf über­zeu­gen, was ers­te Plät­ze auf den Jah­res­bes­ten­lis­ten von Trip­le J, NME und ande­ren untrsteichen.

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Album - Menomena – Moms

14. Menomena – Moms

Auf ein neu­es Meno­me­na-Album freue ich mich sowie­so jedes Mal wie ver­rückt, der Weg­gang von Brent Knopf nach dem Vor­gän­ger mach­te mir aber schon ein wenig Sor­gen. Glück­li­cher­wei­se waren die­se voll­kom­men unbe­grün­det, denn das sich um die Müt­ter der bei­den ver­blie­be­nen Band­mit­glie­der dre­hen­de »Moms« ist wie­der ver­spiel­ter als die letz­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen und weckt freu­di­ge Erin­ne­run­gen an die ers­ten Alben, ohne die­sen in irgend einer Hin­sicht nach­ste­hen zu müssen.

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Album - Turbowolf – Turbowolf

13. Turbowolf – Turbowolf

Hard Rock tauch­te seit mei­ner Jugend­sün­den-Jah­re mit den Scor­pi­ons und Kon­sor­ten nicht mehr oft in mei­ner Rota­ti­on auf, Tur­bo­wolf konn­ten das aber wie­der ändern, ohne in Guil­ty Plea­su­re-Gefil­de abzu­drif­ten. Der Schwei­ne­sound von Tur­bo­wolf ist mei­len­weit von dem der pein­li­chen Hard-Rock-Gar­de der 80er und 90er ent­fernt und ver­leibt dem Gen­re die lang ver­miss­te Credi­bi­li­ty zurück. Dafür mache ich sogar noch eine Aus­nah­me und las­se das eigent­lich schon im Novem­ber 2011 erschie­ne­ne Album zur Bes­ten­list zu, da ich durch die Delu­xe Edi­ti­on von 2012 lei­der nicht mit­be­kam, dass das Album streng­ge­nom­men nicht mehr rein­ge­passt hätte.

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Album - Ramona Falls – Prophet

12. Ramona Falls – Prophet

Wäh­rend Meno­me­na den Weg­gang von Brent Knopf sehr gut ver­schmer­zen konn­te, pro­fi­tiert sei­ne nun zur pri­mä­ren Band gewor­de­nen Ramo­na Falls sehr von sei­ner unge­teil­ten Auf­merk­sam­keit. Das hier­zu­lan­de lei­der noch nicht erschie­ne­ne »Pro­phet« schafft es sogar, Meno­me­na in mei­nem Geschmack zu über­trump­fen und schlid­dert nur dank der Ton­nen an tol­len Alben 2012 knapp an den Top 10 mei­ner Bes­ten­lis­te vorbei.

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Album - Lorn – Ask The Dust

11. Lorn – Ask The Dust

Lorn muss­te sich schon für sein Debut 2010 mit dem elf­ten Platz begnü­gen und auch sein zwei­tes Album schaff­te es nur ganz knapp nicht in mei­ne Top 10. Trotz­dem gehört das Kopf­ki­no-las­ti­ge düs­te­re »Ask The Dust« zu dem von mir sicher­lich meist­ge­hör­ten Alben des Jah­res, denn die meist instru­men­ta­len Stü­cke offen­ba­ren mit jedem Hör­durch­lauf neue Facet­ten. Sicher­lich war aber auch das meist graue Wet­ter des Jah­res ein nicht zu unter­schät­zen­der Grund.

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geschrieben von Alex
Netzbürger mit mindestens einem Ohr in der Musik, einem Auge im Film und einer Hand an der Maus. Familie, Arbeit und Bloggen herumjonglierend und Spaß dabei!