Serientipp: Chuck

Serientipp: Chuck

I was wai­ting in the car. I swe­ar.

Chuck Bar­tow­ski (Zacha­ry Levi) ist ein alles ande­re als selbst­si­che­rer Nerd, der trotz her­aus­ra­gen­der Infor­ma­tik-Fähig­kei­ten in der Nerd Herd, dem Com­pu­ter-Sup­port der fik­ti­ven Elek­tro­markt-Ket­te Buy More arbei­tet und seit­dem ihre Eltern sie ver­las­sen hat­ten bei sei­ner Schwes­ter wohnt. Sein Leben ändert sich uner­war­tet, nach­dem er von einem ehe­ma­li­gen zum Spi­on auf­ge­stie­ge­nen Stu­di­en­kol­le­gen eine myt­se­riö­se Mail mit einem Rät­sel erhält. Als er das Rät­sel löst, inji­ziert ihm die Mail die größ­te Wis­sens­da­ten­bank von CIA und NSA in sein Gehirn. Fort­an arbei­tet er zusam­men mit den Spio­nen Sarah Wal­ker (Yvon­ne Stra­hovs­ky) und John Casey (Adam Bald­win aka Jay­ne aus Fire­fly) dar­an, die Daten­bank los­zu­wer­den und wie­der ein nor­ma­les Leben zu füh­ren, mög­lichst ohne dass sei­ne Fami­lie und Freun­de davon erfah­ren.

Nerd-Sto­rys sind ja nicht erst seit der Big Bang Theo­ry groß in Mode, nicht sel­ten ver­san­den sie aber in Kli­schees und schlech­ten Wit­zen. Auch Chuck setzt auf eini­ge der typi­schen Kli­schees, weiß sie aber wun­der­bar zu ver­kau­fen und zu per­si­flie­ren. Die Action-Come­dy-Serie lebt von der Zwei­glei­sig­keit zwi­schen span­nen­den Spio­na­ge-Sze­nen mit Chuck und sei­nem Spio­na­ge-Team und urko­mi­schen Schar­müt­zeln der Neben-Cha­rak­te­re aus Chucks Umfeld vor allem im Buy More.

In den ers­ten zwei Staf­feln beginnt die Serie noch als rela­tiv lose Fol­ge von Ein­zel­auf­trä­gen unter dem gro­ßen Ziel, die »Inter­sect« genann­te Soft­ware aus sei­nem Gehirn zu bekom­men und den Geheim­or­ga­ni­sa­tio­nen zurück zu geben, denen net­ter­wei­se näm­lich die ansons­ten ein­zi­ge Kopie zer­stört wur­de. Nach und nach stei­gert sie sich aber in eine immer stär­ker ver­netz­te zusam­men­hän­gen­de Sto­ry um Ter­ror-Orga­ni­sa­tio­nen, Super-Spio­ne und Chucks doch gar nicht so zufäl­li­ge Ver­stri­ckung dar­in. Natür­lich darf auch die zwi­schen­mensch­li­che Sei­te nicht feh­len, die sich vor allem in der abseh­ba­ren roman­ti­schen Bezie­hung zwi­schen Chuck und Sarah und dem an sich doch wei­chen Kern des knall­har­ten John Casey ent­wi­ckelt.

Vor allem Staf­fel 4 weiß mit einer wen­dungs­rei­chen Sto­ry zu gefal­len, was nicht zuletzt dem tol­len Cha­rak­ter des von Timo­thy Dal­ton gespiel­ten Waf­fen­händ­ler Ale­xei Vol­koff zu ver­dan­ken ist, der die eher gesichts­lo­sen Ter­ror-Orga­ni­sa­tio­nen Ful­crum und The Ring aus der vor­he­ri­gen Staf­feln als Böse­wicht bei wei­tem über­ragt. Das soll aber nicht hei­ßen, dass die ande­ren Staf­feln nicht sehens­wert sind. Die gesam­te Serie ver­sprüht einen Charme, der zu Mara­thon-Sit­zun­gen ein­lädt. Ledig­lich die letz­te Staf­fel ist etwas schwach gera­ten. Sie expe­ri­men­tiert in den weni­gen Fol­gen mit zu vie­len neu­en Cha­rak­te­ren und Ide­en, schafft es aber glück­li­cher­wei­se in den fina­len zwei Fol­gen doch noch die Kur­ve zu krie­gen und einen wür­di­gen Abschluss zu schaf­fen.

Wer als Kind selbt immer Geheim­agent wer­den woll­te, soll­te die Serie auf alle Fäl­le gese­hen haben, aber auch jeder ande­re mit Spaß an unkom­pli­zier­ter Come­dy-Action dürf­te auf sei­ne Kos­ten kom­men. Die Serie hat zu Recht eine klei­ne treue Fan­ge­mein­de ent­wi­ckelt, der es auch zu ver­dan­ken ist, dass Chuck es über­haupt in eine zwei­te und danach noch drei wei­te­re Staf­feln geschafft hat. Selbst ein klei­ner Nerd vor allem für Fil­me und Comics zu sein, ist sicher nütz­lich, um die vie­len Anspie­lun­gen wür­di­gen zu kön­nen, ist aber kei­ne Vor­aus­set­zung, um die Serie genie­ßen zu kön­nen.

CHUCK – Sea­son 1 Launch

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geschrieben von Alex
Netzbürger mit mindestens einem Ohr in der Musik, einem Auge im Film und einer Hand an der Maus. Familie, Arbeit und Bloggen herumjonglierend und Spaß dabei!