vorgestellt: ICHI

Der gebür­ti­ge Japa­ner und jet­zi­ge Bris­to­ler ICHI bedient das typi­sche Japan-Kli­schee als ver­schro­be­ner Erfin­der, ver­ar­bei­tet es aber zu ganz tol­ler Musik. Mit einem Arse­nal meist selbst­ge­bau­ter Instru­men­te bewaff­net schlägt er sich als ganz beson­de­re One-Man-Band durch das United King­dom. Sei­ne Musik klingt ver­spielt, schräg und ohr­wur­mig, lässt sich dar­über hin­aus aber kaum beschrei­ben. Hört und seht ein­fach nach dem Klick selbst, denn auch sei­ne Vide­os brin­gen ziem­li­chen Spaß!

Bona­par­te – White Noi­ze (Music Video)

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it’s qui­te a bloo­dy mess in here
and no one feels respon­si­ble

Ich hab Bona­par­te in den letz­ten Jah­ren ja ein wenig aus den Augen ver­lo­ren, nach­dem mir ihr zwei­tes Album damals nicht mehr so gut gefiel wie noch das Debut. Mit »White Noi­ze« tref­fen sie aber wie­der mal ziem­lich mei­nen Nerv. Der Song schafft es, sozi­al­kri­tisch und beru­hi­gend zugleich zu sein. Nach den poli­ti­schen Bewe­gun­gen der letz­ten Zeit ist das viel­leicht auch erst mal die bes­te Medi­zin!

FABER live im #Bon­go­Bou­le­vard

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Mit mei­nen mitt­ler­wei­le 37 Len­zen und zwei Tagen gehö­re ich ja an sich längst nicht mehr zur Ziel­grup­pe des Inter­net-Kanals – par­don: Con­tent-Netz­werks »funk« von ARD und ZDF, das sich an alle zwi­schen 14 und 29 rich­tet. Ein For­mat muss ich aber den­noch emp­feh­len, da es ein­fach eine wun­der­ba­re Idee von echt tol­len Leu­ten ist. Hin­ter Bon­go Bou­le­vard ver­ber­gen sich vor allem Mul­ti­in­stru­men­ta­list Mar­ti Fischer aka Cla­vi­no­ver und Sän­ge­rin Marie Meim­berg, bei­de als You­tuber sicher­lich eini­gen bekannt. In den Bon­go Bou­le­vard laden sie regel­mä­ßig jun­ge Musi­ker zum Jam­men ein, ganz ohne gezwun­gen geküns­tel­te Pro­mo, und kit­zeln aus ihnen teil­wei­se Sei­ten her­aus, die man sonst gar nicht ken­nen­ge­lernt hät­te. Wäh­rend mir die Gäs­te der ers­ten Fol­ge nun nicht ganz so toll gefie­len, trifft Fol­ge 2 aller­dings ins Schwar­ze! Unbe­dingt im Auge behal­ten!

vorgestellt: KCPK

Wer kennt sie noch, die alte Mine­ral­was­ser-Wer­bung mit dem von Kin­dern gesun­ge­nen Remix von Queens »We Will Rock You«, der 2003 die Charts stürm­te? Bis ich nach Vide­os des Elek­tro­nik-Duos KCPK such­te, hat­te ich sie auch ver­ges­sen. Auch wenn der Remix gar nicht mal so schlecht war, hat die Musik der bis heu­te mit einem Album um die Ecke schau­en­den Fran­zo­sen nicht mehr all zu viel mit dem dama­li­gen Song zu tun. Ges­am­ple­te Gitar­ren und mit­rei­ßen­de Beats gibt es zwar noch, die spie­len sich aber auf einem viel moder­ne­ren Level ab, auf dem hier und da mal etwas Indie-Gesang oder Rap zu Besuch ist. Wüss­te ich nicht, dass die Jungs nun schon seit so lan­ger Zeit im rela­tiv klei­nen Rah­men ihr Ding dre­hen, wür­de ich ja behaup­ten, sie haben ihren Durch­bruch direkt vor sich. Aber war­ten wir’s ab!

vorgestellt: Oum Shatt

Schmuck­los, tro­cken, direkt, ja lako­nisch halt, so klin­gen Oum Shatt. Bräuch­te Jim Jar­musch eine Haus­band, wür­de er die per­fek­ten Kan­di­da­ten in den Ber­li­nern Jonas Pop­pe (Gesang/Gitarre), Chris Imler (Drums), Jörg Wolschi­na (Gitar­re) und Richard Mur­phy (Bass) fin­den. Mit einem Gespür für zwar ein­fa­che, aber effek­ti­ve Melo­di­en spie­len sie einen mit Ele­men­ten aus Surf, New Wave und dem Ori­ent ange­rei­cher­ten Rock, der sich im Ohr fest­setzt und ziem­lich ein­zig­ar­tig ist. Ihr Debut-Album erschien im Mai und ist u.a. bei Spo­ti­fy zu fin­den.

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