Mein Jahr 2017 (privat, Filme, Serien, Games)

So ganz lang­sam macht sich das Ende des Jah­res­en­des bemerk­bar. Denn das eigent­li­che Jah­res­en­de beginnt meist schon Anfang Dezem­ber, wenn alle ihre Jah­res­rück­bli­cke aus der Tasche holen und den gan­zen Dezem­ber mal eben außen vor las­sen. Und Weih­nach­ten ist ja auch eh schon lang geges­sen. Nicht weni­gen hän­gen nach mehr als drei Mona­ten Weih­nachts­an­ge­bot in den Super­märk­ten die Fei­er­ta­ge ja schon aus dem Hals her­aus, bevor sie eigent­lich wirk­lich ange­fan­gen haben. Alles beim Alten also.

Auch mein 2017 hat sich an sich gar nicht so spek­ta­ku­lär ent­wi­ckelt. Pri­vat gibt es den All­tag, den man mit einem klei­nen Kind eben so hat, dank des Down Syn­droms unse­rer Toch­ter etwas gemäch­li­cher als bei den meis­ten viel­leicht, dafür um so schö­ner, wenn sie uns immer wie­der mit ihren Fort­schrit­ten über­rascht. Erwäh­nens­wert ist ansons­ten höchs­tens, dass ich so ziem­lich mit Ein­zug des Weih­nachts­ge­bäcks in die Super­märk­te im Sep­tem­ber ent­schie­den habe, end­lich mal etwas gegen mein Über­ge­wicht zu tun und irgend­wann wie­der eine zwei­stel­li­ge Zahl auf die Waa­ge zu brin­gen, was ich seit mehr als 20 Jah­ren nicht mehr hat­te. Die ers­ten 12 Kilo sind geschafft, knap­pe 20 sol­len noch run­ter, um das Ziel zu errei­chen.

Filme und Serien

Wie man unschwer am mage­ren Blo­g­er­geb­nis des Jah­res erken­nen kann, war aber das Jahr über den­noch voll genug mit ande­ren Hob­bies. Ich habe es immer­hin sogar mehr­fach ins Kino geschafft (als Kinds­va­ter gar nicht so leicht) und neben »Rogue One« zum Jah­res­be­ginn immer­hin »Bla­de Run­ner 2049« und »Thor Ragna­rok« in vol­ler Kino­pracht erlebt. Vor allem Bla­de Run­ner 2049 wird noch lan­ge nach­wir­ken, wie mei­nem kur­zen Bericht unschwer zu ent­neh­men ist. Im Heim­ki­no haben sich dann noch diver­se ande­re nach­ge­hol­te Mar­vel-Fil­me und auf­fäl­lig vie­le eher wenig anspruchs­vol­le Block­bus­ter dazu­ge­sellt, von denen ich vor allem »Ghost In The Shell« und »War­craft« her­vor­he­ben möch­te, die mich näm­lich um eini­ges mehr begeis­tern konn­ten als die meis­ten ande­ren.

Seri­en­tech­nisch habe ich auch so eini­ges geschaut. Erwäh­nens­wert wäre da vor allem »Frin­ge«, die ich end­lich für mich ent­deckt und alle 100 Fol­gen ver­schlun­gen habe. Natür­lich war auch die sieb­te Staf­feln »Game Of Thro­nes« dran. Trotz eini­ger Schnit­zer im Pacing habe ich mich doch gefreut, wie so lang­sam alle Fäden zusam­men kom­men, die über sechs Staf­feln gespon­nen wur­den. Ähn­lich genos­sen habe ich »Pre­acher«, zu dem ich die Comic-Vor­la­ge aller­dings noch vor mir habe. Die meis­ten Mar­vel-Seri­en waren dage­gen die­ses Jahr eher auf Spar­flam­me für mich und ich habe noch so eini­ge begon­ne­ne nach­zu­ho­len. Ansons­ten haben sich die Neu­auf­la­ge von »The Tick« und »Into The Bad­lands« als wah­re Bild­schirm-Magne­te her­aus gestellt, die lei­der noch zu weni­ge Fol­gen auf­wei­sen kön­nen. Das größ­te High­light des Jah­res war aller­dings die Adap­ti­on von Neil Gaiman’s »Ame­ri­can Gods« für mich und ich kann die zwei­te Staf­fel kaum noch erwar­ten.

Games und Comics

Gezockt habe ich auch wie­der etwas mehr die­ses Jahr, wobei ich so lang­sam mer­ke, dass mich die meis­ten AAA-Titel kaum noch rei­zen kön­nen, Indies dafür umso mehr. Beson­de­res High­licht war dabei vor allem »Oxen­free«, das mit sei­ner tol­len Sto­ry und sei­nem Stil lan­ge in Erin­ne­rung bleibt. Erin­ne­rungs­wür­dig ist auch »The Stan­ley Para­ble«, das ich nun auch end­lich mal gespielt habe. Unter »End­lich« las­sen sich auch das Been­den der vor lan­gem schon mal ange­fan­ge­nen »Bas­ti­on« und »Grim Fan­dan­go« ein­sor­tie­ren. Wäh­rend ich ers­te­res sehr genos­sen habe, war der als abso­lut groß­ar­tig gel­ten­de Adven­ture-Klas­si­ker in der Toten­welt ein sehr zwei­schnei­di­ges Schwert. Wäh­rend die Sto­ry und der Humor abso­lut groß­ar­tig ist und ande­re Adven­tures locker in den Schat­ten stellt, war das Game­play lei­der abso­lut mies. So vie­le unnö­ti­ge Lauf­we­ge, teils sehr unhand­li­ches Rät­sel­de­sign und die sehr unge­naue Steue­rung hät­ten mei­ner Mei­nung nach damals schon zu star­ken Abwer­tun­gen füh­ren müs­sen. Dass die Remas­te­red-Fas­sung gra­fisch trotz Ver­bes­se­run­gen vor allem im Ver­gleich mit ande­ren moder­ni­sier­ten Adven­ture-Klas­si­kern auch noch reich­lich Grüt­ze aus­sah, tat lei­der ihr übri­ges.

Ansons­ten habe ich wie­der, meist im Mul­ti­play­er mit mei­ner bes­se­ren Hälf­te, viel Zeit in zwei mei­ner Dau­er­bren­ner gesteckt. Wäh­rend »Star­bound« in der ers­ten Jah­res­hälf­te mal wie­der hoch im Kurs stand, bin ich aktu­ell wie­der mas­siv dem Min­e­craft-Virus ver­fal­len, nach­dem die Mod-Com­mu­ni­ty mitt­ler­wei­le groß­teils in Ver­si­on 1.12 ange­kom­men ist. Das mit über 200 Mods voll­ge­stopf­te Mod­pack »All The Mods 3« ist aktu­ell die Dro­ge der Wahl und bringt mei­ne alte Kis­te dann doch ziem­lich ins Schwit­zen.

An der Lese­front habe ich mir mitt­ler­wei­le ein Mar­vel-Unli­mi­ted-Abo gegönnt und habe so eini­ge Events und Sto­ry­lines auf­ge­holt, die mir noch fehl­ten. Beson­ders das mas­si­ve »Secret Wars« hat­te eini­ge wirk­lich lesens­wer­te Sto­ries wie »Weird­world« zu bie­ten, die man sonst wohl so kaum in der »nor­ma­len« Mar­vel-Kon­ti­nui­tät zu lesen bekom­men hät­te. Dane­ben habe ich mich außer­dem end­lich mit der hoch­ge­lob­ten neu­en Miss Mar­vel beschäf­tigt und kann mich dem Lob nur anschlie­ßen. Ein wei­te­res High­light war »X-Men: Worst X-Man Ever« von Max Bemis, das mit sei­ner eigent­lich recht klei­nen Sto­ry im Grun­de das gan­ze Mar­vel-Uni­ver­sum erklärt.

Abseits von Mar­vel muss­te ich lei­der Abschied von »Chew« neh­men, das nach 60 Aus­ga­ben sein ange­peil­tes Ende erreicht hat, mich aber mit sei­nem Fina­le lei­der nicht ganz so über­zeu­gen konn­te. Sehr geni­al war dage­gen wie im Janu­ar geb­loggt Rick Remen­ders »Tokyo Ghost« und Clau­dio Sán­chez‹ »Trans­lu­cid«. Riley Ross­mo hat mich mit »Drum­hel­lar« auch hell­auf begeis­tert, genau so wie Matt Frac­tions »Sex Cri­mi­nals«. Alle­samt aller­dings kei­ne tau­fri­schen Comics mehr.

Fazit und frohes Fest

Ich habe sicher so eini­ge klei­ne und grö­ße­re Medi­en-High­lights ver­ges­sen, aber mit mitt­ler­wei­le 38 Len­zen darf man das auch mal. Wer sich wun­dert, dass ein The­ma, das bestimmt 90% die­ses Blogs aus­macht, so gar nicht erwähnt wur­de, dem sei ver­si­chert, dass mein musi­ka­li­scher Rück­blick in einem eige­nen Arti­kel im Janu­ar fol­gen wird, vor allem, weil Musik immer­hin noch das The­ma ist, mit dem ich mich im Jahr am inten­sivs­ten beschäf­tigt habe und es auch noch eini­ge recht neue Alben gibt, die noch die Chan­ce haben, in mei­ne noch nicht ganz fina­le Bes­ten­lis­te zu kom­men. Erst mal wird nun aber das Ende des Jah­res­en­des began­gen und wäre es nicht sowie­so meist so ruhig in die­sem Blog, wür­de ich nun auf eini­ge blog­freie Tage mei­ner­seits hin­wei­sen. Hof­fen wir, dass mein nächs­te Bei­trag nicht wie­der Mona­te auf sich war­ten lässt.

Bleibt mir nur noch, euch allen ein paar besinn­li­che Fei­er­ta­ge zu wün­schen! Lasst euch reich beschen­ken und kommt gut ins Jahr 2018 rüber. Man liest sich!

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geschrieben von Alex

Netzbürger mit mindestens einem Ohr in der Musik, einem Auge im Film und einer Hand an der Maus. Familie, Arbeit und Bloggen herumjonglierend und Spaß dabei!