Es ist ja immer wie­der erstaun­lich, was sich aus der alles ande­re als sel­te­nen 2-Mann-Kom­bi aus Gitar­re und Schlag­zeug noch so span­nen­des raus­ho­len lässt. Ursus Fac­to­ry fal­len in die­se Kate­go­rie und haben sich schnell einen ganz eige­nen Stil erspielt, der sich schwer beschrei­ben lässt. Die skur­ri­len Vide­os der Jungs und die Tat­sa­che, dass man zu den Fin­nen so gut wie gar nichts im Netz fin­det, das nicht auf fin­nisch ist, machen die Sache auch nicht ein­fa­cher. Aber am Ende kommt es ja auch auf die Musik an und die lohnt sich. Gera­de 2017 ver­öf­fent­lich­ten sie ihr Debut-Album und ich bin mir sicher, dass sie zumin­dest in Song­form Ein­zug in mei­ne Bes­ten­lis­te des Jah­res gefun­den hät­ten. Aber wie so oft ent­deckt man vie­le Per­len ja erst spä­ter…

Nach dem all­ge­mei­ne­ren Jah­res­rück­blick soll es (trotz gehö­ri­ger Ver­spä­tung) natür­lich auch wie­der einen Rück­blick zum Haupt­the­ma die­ses Blogs geben: Musik! 2017 war für mei­nen Geschmack wie­der ein wirk­lich tol­les Musik­jahr. Ich habe viel gehört und vor allem nicht nur dank Spotify’s Vor­schlä­gen so eini­ge neue Bands ken­nen­ge­lernt, die ent­we­der gera­de erst ihr Debut ver­öf­fent­lich­ten oder bei mir bis­her nicht ange­kom­men waren. Immer­hin zwölf der 30 bes­ten Alben des Jah­res, zu denen wir gleich kom­men wer­den, stam­men von die­sen Neu­ent­de­ckun­gen. Aber auch eini­ge mei­ner lang­jäh­ri­gen Favo­ri­ten haben wie­der tol­le Alben vor­ge­legt. Die Flop-Quo­te war über­ra­schend gering. Nen­nens­wert sind da höchs­tens Alt-J und Feist, die mit ihren Alben jeweils zwar ein paar abso­lut groß­ar­ti­ge Songs, aber lei­der auch viel Gedu­del ablie­fer­ten. Natür­lich habe ich sicher­lich auch wie­der vie­le tol­le Alben über­se­hen und wer­de mich spä­ter wie­der ärgern. Aber wer kennt das nicht?