vorgestellt: El Tigr3
Oft kann man anhand der Anzahl der monat­li­chen Hörer bei Spo­ti­fy schon erah­nen, wie leicht es sein wird, Infos und Bild­ma­te­ri­al zu einer Band zu fin­den, die man gera­de vor­stel­len will. Hörer im drei­stel­li­gen Bereich deu­ten auf mage­re Infos hin, im fünf­stel­li­gen Bereich ist aber an sich ziem­lich sicher, eini­ges über den Inter­pre­ten her­aus­zu­fin­den. El Tigr3 ist da die Aus­nah­me von der Regel. Bekannt gewor­den durch den Sound­track zum Game »Hot­line Mia­mi 2«, in dem sein Track »She Swal­lo­wed Bur­ning Coals« ver­wen­det wur­de, kann der (oder die?) Musi­ker aus Den­ver mitt­ler­wei­le eini­ge Fans zäh­len. Trotz vor­han­de­ner Face­book-, Band­camp-, Twit­ter- und sons­ti­ger Sei­ten gibt es aber weder Fotos noch Infos dazu, wer genau hin­ter dem Pseud­onym steckt. Aber was soll’s – den Spaß an der 8-Bit-IDM kann uns das nicht ver­mie­sen!
vorgestellt: Luo

Ohne jetzt genau nach­ge­schaut zu haben, ist mir ver­mut­lich noch nicht unter­ge­kom­men, euch zu einem Vor­ge­stellt-Bei­trag aus­schließ­lich Live-Vide­os zu prä­sen­tie­ren. Beson­ders macht das aber vor allem die Tat­sa­che, dass wir es hier mit IDM und Drum & Bass zu tun haben, die von dem Brigh­to­ner Josh Trin­na­man aka Luo in einen span­nen­den Live-Band-Kon­text gesetzt und mit Post-Rock und Jazz gewürzt wur­den. Zusam­men mit meist drei Band­mit­glie­dern, teil­wei­se unter­stützt von Blä­sern oder auch mal als Duo mit sei­nem begna­de­ten Drum­mer Sam Hug­hes baut der Mann cine­ma­ti­sche Klang­land­schaf­ten auf, die ihres Glei­chen suchen. Im Stu­dio­for­mat schon toll, live aber beson­ders beein­dru­ckend.

vorgestellt: The Picturebooks

Man stel­le sich fol­gen­des Sze­na­rio vor: Zwei jun­ge Men­schen lang­wei­len sich in einer ereig­nis­lo­sen Klein­stadt und ver­wan­deln eine Gara­ge auf dem Land in ihr Refu­gi­um, in dem sie an Motor­rä­dern schrau­ben, ska­ten und vor allem stark blues-infi­zier­ten Gara­ge Rock spie­len und auf­neh­men. Hört man sich die Musik dazu an, wür­de man die Pic­turebooks spon­tan in die Süd­staa­ten der USA ver­or­ten. Hört man aber die Namen Fynn Claus Grab­ke und Phil­ipp Mirt­schink der bei­den Band­mit­glie­der dazu, will das nicht so ganz zusam­men pas­sen. Die Jungs stam­men näm­lich aus Güters­loh, was sie aber nicht davon abhält, den ame­ri­ka­ni­schen Way of Life zu zele­brie­ren. Ihr Sound ist ener­gie­ge­la­den son­der glei­chen und reißt sofort jeden mit, der sie hört. Nach dem Klick könnt ihr euch wie gewohnt davon über­zeu­gen. Checkt aber auch ihr Spo­ti­fy-Pro­fil aus, denn da gibt’s den noch nicht ander­wei­tig ver­link­ba­ren neu­en Song »Zero Fucks Given« auf die Ohren!

vorgestellt: Gone Is Gone

Es ist mal wie­der Zeit, die Super­group-Schub­la­de auf­zu­ma­chen. Mastodon-Sän­ger und Bas­sist Troy San­ders hat sich ver­gan­ge­nes Jahr mit Namens­vet­ter und QOT­SA-Gitar­rist Troy Van Lee­uwen, Tony Hajjar, sei­nes Zei­chens Drum­mer von At the Dri­ve-In und Mul­ti­in­stru­men­ta­list Mike Zarin zusam­men­ge­tan und nach einer noch eher unin­spi­rier­ten EP die­sen Monat ein Debut-Album vor­ge­legt, das es in sich hat. Wer die Bands der ein­zel­nen Mit­glie­der kennt, kann sich ein unge­fäh­res Bild des Sounds von Gone Is Gone machen, aber nicht zuletzt das gran­dio­se Por­tishead-Cover »Roads« macht klar, dass wir hier mehr als die Sum­me der Ein­zel­tei­le ser­viert bekom­men. Ihr Sound braucht ein wenig, um rich­tig zu wir­ken, haut dann aber rein und lässt einen nicht mehr los. Über­zeugt euch nach dem Klick!

vorgestellt: Tipper

David Tip­per ist mitt­ler­wei­le 20 Jah­re im Geschäft – Zeit genug einen Stil zu ent­wi­ckeln, zu per­fek­tio­nie­ren und dabei neben­bei den Glitch-Hop mit zu begrün­den, ohne jedoch ganz oben im Ram­pen­licht mit­zu­mi­schen. Dar­um geht’s ihm aber auch nicht. Wäh­rend sei­ne Musik zwar unzäh­li­ge Wer­be­spots, Fern­seh­sen­dun­gen etc. beschallt, bleibt der Mann dahin­ter im Schat­ten. Das ist auch sei­nen visu­ell haupt­säch­lich aus auf­wen­di­gen Ani­ma­tio­nen bestehen­den Live-Sets anzu­mer­ken, die größ­ten­teils aus sei­nem schier end­lo­sen Fun­dus aus unver­öf­fent­lich­tem Mate­ri­al bestehen. Wie er es da schafft auch noch diver­se Alben und EPs sei­ner fili­gran detail­rei­chen Musik auf­zu­neh­men, ist mir ein Rät­sel – aber eines, das ich gern in Kauf neh­me, wenn ich dafür mehr von ihm zu hören bekom­me!

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