Das sieht nach einem ver­dammt guten Spi­der-Man-Film aus. Und ich bin froh, dass sie eine fri­sche Sto­ry erzäh­len, anstatt uns erneut die alt bekann­te Ori­gin-Sto­ry auf­zu­ti­schen. Bleibt nur abzu­war­ten, in wie weit Sony sich jetzt gene­rell in Dis­neys Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se inte­griert. Die ers­ten Infos zu wei­te­ren geplan­ten Fil­men mit den Cha­rak­te­ren in Sonys Reper­toire las­sen lei­der wenig Hoff­nung auf­kom­men.

Every cent you earn is torn from the flesh of the earth.

Im Jahr 2089 ist pau­sen­lo­ser Medi­en­kon­sum für den Groß­teil der Mensch­heit der ein­zi­ge Lebens­in­halt. Kri­mi­nel­le Kon­zer­ne kon­trol­lie­ren die Welt. Led Dent und Debbie Decay sind Cons­ta­bles, eine von den Kon­zer­nen ein­ge­setz­te Ein­heit, um mit Gewalt deren Idee von Ord­nung durch­zu­set­zen. Ihr Job führt sie nach Tokyo, dem ein­zi­gen ver­blie­be­nen Ort der Welt, der dank EMP ohne Tech­no­lo­gie aus­kommt, und die bei­den sehen ihre Chan­ce, ein neu­es Leben zu begin­nen. Doch Leds Ver­gan­gen­heit holt sie ein.

Der zwei­te Trai­ler zum drit­ten Wol­veri­ne-Film ist raus und es sieht alles danach aus, als könn­ten wir hier den Film bekom­men, der den grau­si­gen ers­ten Strei­fen end­gül­tig wie­der gut macht. Und eine Nach­fol­ge für den nach die­sem Film auf­hö­ren­den Hugh Jack­man wird ja auch direkt ein­ge­führt. Etwas scha­de fin­de ich nur, dass aus der angeb­li­chen Vor­la­ge »Old Man Logan« von Mark Mil­lar so gut wie gar nichts über­nom­men wur­de. Aber wie soll­ten sie auch, wo die Rech­te fast aller Cha­rak­te­re der Sto­ry außer Logan selbst nicht bei Fox lie­gen? Man kann ja aber immer noch hof­fen, dass Mar­vel irgend­wann ihre Mutan­ten wie­der an Bord bekommt und das Buch inklu­si­ve Venom-T-Rex noch mal rich­tig ver­filmt. Die Vor­freu­de auf den im März star­ten­den Logan schmä­lert das aber nicht!

Selbst in der Welt der Comics, in der schlicht alles mög­lich ist, gibt es immer wie­der Cha­rak­te­re, Sto­rys oder Schau­plät­ze, die dem gan­ze die Kro­ne auf­set­zen, wenn auch oft völ­lig am Main­stream vor­bei und schnell wie­der ver­ges­sen. Um sol­che Din­ge soll es in der durch­ge­knall­ten Welt der Comics (kurz DWC) gehen!

Im Jahr 1968 muss Joe Simon, der schon in der 30ern Comics schrieb, eine ganz spe­zi­el­le Ein­ge­bung gehabt haben. In die­sem Jahr erschuf er Bro­ther Power The Geek, einen Super­hel­den der ganz abge­dreh­ten und auch ziem­lich kurz­le­bi­gen Art, denn die für ihn spe­zi­ell kre­ierte Serie fand schon nach zwei Aus­ga­ben ihr Ende. In die­se ins­ge­samt 55 Sei­ten hat man aber erstaun­lich viel durch­ge­knall­ten Inhalt gepackt bekom­men.

Yay, das sieht mal abso­lut geni­al aus. Klar, Hol­ly­wood hat mal wie­der White­wa­shing betrie­ben, aber hey, es ist eine US-ame­ri­ka­ni­sche Ver­fil­mung. War­um darf ein Cyborg da nicht auch weiß sein? Wür­de jemand schrei­en, wenn man in Japan die Adap­ti­on eines west­li­chen Comics mit japa­ni­schen Dar­stel­lern besetzt? Ich den­ke nicht. Klar besetzt man in Hol­ly­wood die Haupt­rol­le in einem teu­ren Block­bus­ter mit einer bei der nun mal vor­wie­gend wei­ßen Haupt­ziel­grup­pe zug­kräf­ti­gen Dar­stel­le­rin. Aber mal völ­lig abge­se­hen von der gan­zen Dis­kus­si­on und der Fra­ge, wie vie­le Frei­hei­ten man sich mit der Vor­la­ge erlaubt, ver­spricht der Trai­ler zumin­dest schon mal einen visu­ell abso­lut beein­dru­cken­den Film. Da kann der extrem künst­lich wir­ken­de Trai­ler zu Luc Bes­sons »Vale­ri­an« nicht im gerings­ten gegen anstin­ken!

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