So ganz lang­sam macht sich das Ende des Jah­res­en­des bemerk­bar. Denn das eigent­li­che Jah­res­en­de beginnt meist schon Anfang Dezem­ber, wenn alle ihre Jah­res­rück­bli­cke aus der Tasche holen und den gan­zen Dezem­ber mal eben außen vor las­sen. Und Weih­nach­ten ist ja auch eh schon lang geges­sen. Nicht weni­gen hän­gen nach mehr als drei Mona­ten Weih­nachts­an­ge­bot in den Super­märk­ten die Fei­er­ta­ge ja schon aus dem Hals her­aus, bevor sie eigent­lich wirk­lich ange­fan­gen haben. Alles beim Alten also.

Auch mein 2017 hat sich an sich gar nicht so spek­ta­ku­lär ent­wi­ckelt. Pri­vat gibt es den All­tag, den man mit einem klei­nen Kind eben so hat, dank des Down Syn­droms unse­rer Toch­ter etwas gemäch­li­cher als bei den meis­ten viel­leicht, dafür um so schö­ner, wenn sie uns immer wie­der mit ihren Fort­schrit­ten über­rascht. Erwäh­nens­wert ist ansons­ten höchs­tens, dass ich so ziem­lich mit Ein­zug des Weih­nachts­ge­bäcks in die Super­märk­te im Sep­tem­ber ent­schie­den habe, end­lich mal etwas gegen mein Über­ge­wicht zu tun und irgend­wann wie­der eine zwei­stel­li­ge Zahl auf die Waa­ge zu brin­gen, was ich seit mehr als 20 Jah­ren nicht mehr hat­te. Die ers­ten 12 Kilo sind geschafft, knap­pe 20 sol­len noch run­ter, um das Ziel zu errei­chen.

Mich hat’s nun auch erwischt. Ich mei­ne jetzt nicht pri­mär das Andro­id-TV-Fie­ber, son­dern erst mal die Grip­pe, die Deutsch­land grad flä­chen­de­ckend bett­lä­ge­rig macht. Nach­dem ich die ers­ten vier Grip­pe­ta­ge von Sams­tag an fast nix wei­ter machen konn­te als lethar­gisch im Bett zu lie­gen, geht es nun ganz lang­sam wie­der soweit auf­wärts, dass ich die letz­ten Tage mehr vor der Glot­ze ver­brach­te und jetzt auch mal ein wenig am Rech­ner sit­zen kann. Für zwei Din­ge war so aber immer­hin schon mal gut Zeit: End­lich mal alle acht Har­ry-Pot­ter-Fil­me zu sehen und mein neu­es NVIDIA Shield TV zu tes­ten, das in etwa zusam­men mit der Grip­pe hier ein­tru­del­te.

Ein Spiel wie Oxen­free wäre vor 10 Jah­ren ver­mut­lich nicht mög­lich gewe­sen. In einer Welt, die von immer rea­lis­ti­sche­rer Gra­fik und neu­es­ter Tech­nik beses­sen war, gab es wenig Platz für klei­ne, inno­va­ti­ve Spie­le, die auch mal Risi­ken ein­gin­gen. Glück­li­cher­wei­se haben wir heu­te aber eine immens erfolg­rei­che Indie-Sze­ne, in der spie­le­ri­sche Inno­va­ti­on vor tech­ni­scher Fines­se steht, aber trotz oder gera­de dank man­geln­dem Rea­lis­mus in der Gra­fik oft ein beson­ders groß­ar­ti­ger Stil erreicht wird. Ober­fläch­lich betrach­tet ist Oxen­free zwar ein Adven­ture mit eher schwa­chen Rät­seln und rela­tiv kur­zer Spiel­dau­er, taucht man aber in das Spiel ein, fin­det man doch so viel mehr.

Wäh­rend ich noch den letz­ten DLC Nuka World sowie die Erkun­dung eini­ger klei­ne­rer Orte und etwas mehr Basis­bau vor mir habe, dürf­te ja so lang­sam ver­mut­lich fast jeder ande­re gro­ße Fall­out-Fan den vier­ten Teil der Saga inklu­si­ver sei­ner DLCs been­det haben und nach neu­en Aben­teu­ern dürs­ten. Sicher wird die Mod-Sze­ne da noch Jah­re lang Fut­ter lie­fern, aber Ver­öf­fent­li­chun­gen im offi­zi­el­len Canon sind natür­lich eine ganz ande­re Haus­num­mer. Wäh­rend ein fünf­ter Teil so sicher ist, wie das Amen in der Kir­che, habe ich mir mal Gedan­ken gemacht, in wel­che Rich­tun­gen Bethes­da sein Fran­chise noch brin­gen könn­te und wunsch­träu­men­der­wei­se auch soll­te um uns Fans zu beglü­cken.

Lego bringt am 01. Novem­ber das bei Lego Ide­as ein­ge­reich­te Yel­low Sub­ma­ri­ne der Beat­les als 550-tei­li­ges Set für gar nicht mal ganz so teu­re knap­pe 60 € raus. Mit dabei natür­lich die vier Pilz­köp­fe als gelun­ge­ne Mini­figs sowie Jere­my Hil­la­ry Boob aus dem Yel­low-Sub­ma­ri­ne-Film. Na da weiß ich ja schon, was bei uns unterm Weih­nachts­baum liegt!

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