vorgestellt: Atlas Wynd
Nur mit Gitar­re und Schlag­zeug bewaff­ne­te Zwei­mann-Kapel­len sind spä­tes­tens seit den White Stri­pes wie Sand an Meer zu fin­den. Um aus der Mas­se her­aus­zu­ste­chen muss man schon ein Händ­chen für aus­ge­wach­se­ne Riffs und Ohr­wür­mer haben. Mit bis­her nur vier Songs auf Spo­ti­fy bewei­sen die Brigh­to­ner Peter Chap­man (Gitarre/Gesang) und Har­ry Sot­nick (Drums) ein­drucks­voll, dass sie mit die­sem Händ­chen auf­war­ten kön­nen. Ihr Blues und Gara­ge infi­zier­ter Rock kann von der ers­ten Sekun­de an mit­rei­ßen und ist in zwei Songs schon abwechs­lungs­rei­cher als ande­re auf Alb­um­län­ge!
vorgestellt: The Picturebooks

Man stel­le sich fol­gen­des Sze­na­rio vor: Zwei jun­ge Men­schen lang­wei­len sich in einer ereig­nis­lo­sen Klein­stadt und ver­wan­deln eine Gara­ge auf dem Land in ihr Refu­gi­um, in dem sie an Motor­rä­dern schrau­ben, ska­ten und vor allem stark blues-infi­zier­ten Gara­ge Rock spie­len und auf­neh­men. Hört man sich die Musik dazu an, wür­de man die Pic­turebooks spon­tan in die Süd­staa­ten der USA ver­or­ten. Hört man aber die Namen Fynn Claus Grab­ke und Phil­ipp Mirt­schink der bei­den Band­mit­glie­der dazu, will das nicht so ganz zusam­men pas­sen. Die Jungs stam­men näm­lich aus Güters­loh, was sie aber nicht davon abhält, den ame­ri­ka­ni­schen Way of Life zu zele­brie­ren. Ihr Sound ist ener­gie­ge­la­den son­der glei­chen und reißt sofort jeden mit, der sie hört. Nach dem Klick könnt ihr euch wie gewohnt davon über­zeu­gen. Checkt aber auch ihr Spo­ti­fy-Pro­fil aus, denn da gibt’s den noch nicht ander­wei­tig ver­link­ba­ren neu­en Song »Zero Fucks Given« auf die Ohren!

vorgestellt: The Whippoorwills

Das kommt auch nicht oft vor. Da ent­de­cke ich über mitt­ler­wei­le nicht mehr ganz nach­voll­zieh­ba­re Umstän­de eine Band, fin­de spä­ter bei Spo­ti­fy ihr Debut-Album und den­ke mir, die star­ten bestimmt gera­de durch. Bei Last.fm ange­kom­men muss ich aber stau­nen. Gera­de mal 56 Hörer zählt das Trio aus Nash­ville. Das kann natür­lich nicht so blei­ben! Wer mit den Früh­wer­ken der White Stri­pes etwas anfan­gen kann, soll­te sich auch bei den nach der Vogel­gat­tung Zie­gen­mel­ker benann­ten Whip­po­or­wills wun­der­bar zuhau­se füh­len. Ihr Debut-Album strotzt nur so vor rohem, noch unver­fälsch­tem Nash­ville-Charme. Dass bei 18 Songs dann auch ein paar eher mit­tel­mä­ßi­ge dabei sind, ist zu ver­schmer­zen. Hier wächst etwas gro­ßes her­an, da bin ich mir ziem­lich sicher!

Jack White – »High Ball Step­per« (Laza­ret­to Album Track)

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

Jack White war ja schon immer jemand, der sich wenig um Regeln scher­te. So hat er nun halt mal direkt am 1. April sei­ne ers­te Sin­gle zum kom­men­den Album »Laza­ret­to« ver­öf­fent­licht und dabei einen Song gewählt, der völ­lig ohne Gesang aus­kommt, dafür aber gehö­rig rockt und neben­bei auch noch ein tol­les Video spen­diert bekam. Ich bin guter Din­ge, dass das am 10.06. erschei­nen­de »Laza­ret­to« sei­nen eher mau­en Vor­gän­ger wie­der gut machen wird.

The Elec­tric Pru­nes – You Never Had It Bet­ter & I Had Too Much To Dream bw

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

So wirk­lich in den Main­stream schaff­ten die Elec­tric Pru­nes es weder wäh­rend ihrer rela­tiv kur­zen ers­ten Schaf­fens­pe­ri­ode in den 60ern noch nach dem Revi­val 1999 bis heu­te. Den­noch gel­ten sie als eine der wich­tigs­ten Bands des Psy­che­de­lic Rock und Gara­ge, was sie vor allem dem genia­len »I Had Too Much To Dream« zu ver­dan­ken hat­ten. In einem der sel­te­nen TV-Auf­trit­te aus den 60ern, den ich für euch bei You­tube aus­ge­gra­ben habe, war­tet die Band vor allem mit einem tol­len Gitar­ren­so­lo auf. Wären nicht die Kla­mot­ten und Fri­su­ren, könn­ten die Songs heu­te noch genau so gut funk­tio­nie­ren!

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