vorgestellt: Haramia Tapes
Einer der Grün­de, war­um ich Spo­ti­fy den vie­len ande­ren Strea­ming-Diens­ten vor­zie­he, sind die oft­mals tol­len Emp­feh­lun­gen basie­rend auf mei­nem Geschmack. Anders hät­te ich Hara­mia Tapes ver­mut­lich nie ent­deckt, bei sei­ner bis­her nied­ri­gen drei­stel­li­gen Hörer­zahl. Die Musik des unga­ri­schen Pro­du­zen­ten Lau­ri­ne Frost unter sei­nem neu­en Alter Ego hat es mir sofort ange­tan. Der für eher mini­ma­lis­ti­schen Tech­no bekann­te Frost hat sich hier den eher kom­ple­xe­ren Drums ver­schrie­ben, die er aber wie­der­um mini­ma­lis­tisch mit Sound­s­capes zwi­schen Jazz, Funk und Films­core spie­len lässt. Das ist wun­der­ba­re Kopf­hör­er­mu­sik, die unbe­dingt in mehr Ohren gelan­gen muss. Drum hört euch unbe­dingt die Songs nach dem Klick an!

Auch wenn mein ers­ter Bei­trag in der Origins-Rei­he hier auf dem KNARZ­werk nicht mit Kom­men­ta­ren bedacht wur­de, kam er den­noch zumin­dest so gut an, dass ich direkt von einem Arbeits­kol­le­gen einen Vor­schlag für die nächs­te Aus­ga­be bekam. Alte Hasen, die bei mir schon damals auf dem free­Q­net mit­ge­le­sen haben, wer­den sich viel­leicht erin­nern, dass ich in einer Spe­zi­al­aus­ga­be des alten Origins-For­mats schon mal »Tain­ted Love« im Pro­gramm hat­te. Aber die damals kur­ze Abhand­lung wird dem Song nicht gerecht, wes­halb er hier mal eine genaue­re Beleuch­tung bekommt! Hier also erst mal das Ori­gi­nal von 1964 und nach dem Klick ein wenig Geschich­te gefolgt von den ungleich bekann­te­ren Covern und eini­gen obsku­re­ren Ver­ar­bei­tun­gen des Mate­ri­als!

GLORIA JONES- »TAINTED LOVE« (1964)

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Es kommt ja schon vor, dass ich bei rela­tiv unbe­kann­ten Bands lan­ge nach einem brauch­ba­ren Foto bud­deln muss. Aber dass ich wirk­lich gar nichts brauch­ba­res für einen Bei­trag fin­de, ist mir auch noch nicht pas­siert. Das las­sen wir aber defi­ni­tiv nicht als Grund gel­ten, nichts über die fünf Jungs aus Leeds zu schrei­ben, denn ihre Musik ist tol­les Fut­ter für’s Kopf­ki­no. Wüss­te man nicht, dass die Sorce­rers von der reg­ne­ri­schen Insel stam­men, könn­te man sie auch ori­gi­nal aus Äthio­pi­en ver­mu­ten, denn ihr Sound ist ast­rei­ner Ethio-Jazz unter­legt mit einem wun­der­ba­ren Hor­ror­film-Vibe. Sogar Gen­re-Legen­de Mula­tu Astat­ke spricht der Band sei­ne Emp­feh­lung aus. Das will schon was hei­ßen!

The orches­tra in my mouth | Tom Thum

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Die­ser TED-Talk ist zwar schon ein paar Mona­te alt, aber tol­le Beat­bo­xer gehen ja immer und Tom Thum bringt echt eine tol­le ima­gi­nä­re Jazz­band ins Sid­ney Ope­ra House.

Jaga Jaz­zist – ›One-Armed Ban­dit‹ (Live with Brit­ten Sin­fo­nia)

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Jaga Jaz­zist sind ja als Band allein schon abso­lut episch, aber mit live mit Orches­ter ist das erst recht der Ham­mer! Das gan­ze Album »Live with Brit­ten Sin­fo­nia« ist ein­fach wun­der­bar. Scha­de nur, dass es trotz Video­ma­te­ri­al kei­ne DVD-Fas­sung davon gibt!

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