vorgestellt: Moon Tooth
Man soll­te den­ken, dass man irgend­wann doch aus­rei­chend Erfah­rung dar­in gesam­melt hat Bands zu beschrei­ben, die sich hart­nä­ckig simp­len Beschrei­bun­gen ent­zie­hen. Es gibt aber immer wie­der eine Band, die einen erneut nach Aus­re­den suchen lässt, war­um man denn nun nichts defi­ni­ti­ves zu ihrem Stil sagen kann. Ver­su­chen wir es mal damit: Man stel­le sich vor, die Jungs von Dream Thea­ter trä­fen sich mit Queens Of The Stone Age, um mal ordent­lich eine durch­zu­rau­chen. Auf hal­ber Stre­cke bleibt dann nur noch Gitar­re, Bass, Schlag­zeug und ein sicht­lich auf­ge­la­de­ner Sän­ger übrig, die ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf las­sen. Das wird den New Yor­kern von Moon Tooth zwar auch nur leid­lich gerecht, muss aber erst mal rei­chen, denn wie immer hilft doch nur, sich selbst ein akus­ti­sches Bild zu machen!
ZEAL & ARDOR – Devil is Fine (Offi­ci­al Video)

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

Als Spo­ti­fy mir Mit­te Sep­tem­ber 2016 Zeal & Ardor vor­schlug, war ich hin und weg. Ich schrieb damals man­gels Blog­lust auf Face­book:

Für sol­che Ent­de­ckun­gen lie­be ich den »Mix der Woche« bei Spo­ti­fy ja: Zeal and Ardor spie­len ne ziem­lich durch­ge­knall­te, aber mit­rei­ßen­de Mischung aus Gos­pel, Black Metal und Elec­tro. Unbe­dingt mal rein­hö­ren!

Ganz frisch war das Album »Devil Is Fine« damals noch und die Hörer­zah­len auf Spo­ti­fy beweg­ten sich noch im drei­stel­li­gen Bereich. Ich bil­de mir zwar nicht ein, dass mei­ne paar Leser viel aus­ge­macht haben, aber anschei­nend hat der Gute den Weg in die rich­ti­gen Ohren gefun­den. Mitt­ler­wei­le wird er durch die gro­ßen Musik­ma­ga­zi­ne gereicht und hat mehr als 30.000 Hörer auf Spo­ti­fy. Dafür muss­ten wir Fans der ers­ten Stun­de lei­der etwas lei­den, denn das dort und auch auf Band­camp ver­füg­ba­re Debut-Album ver­schwand gegen Ende des Jah­res plötz­lich. Ver­mut­lich soll­te es nun mit gutem Plat­ten­ver­trag in der Tasche neu auf­ge­legt wer­den. Und jetzt ist es end­lich soweit. »Devil Is Fine« ist wie­der bei Spo­ti­fy zu hören und mei­ne Emp­feh­lung gilt heu­te wie damals: Unbe­dingt mal rein­hö­ren!

vorgestellt: Gone Is Gone

Es ist mal wie­der Zeit, die Super­group-Schub­la­de auf­zu­ma­chen. Mastodon-Sän­ger und Bas­sist Troy San­ders hat sich ver­gan­ge­nes Jahr mit Namens­vet­ter und QOT­SA-Gitar­rist Troy Van Lee­uwen, Tony Hajjar, sei­nes Zei­chens Drum­mer von At the Dri­ve-In und Mul­ti­in­stru­men­ta­list Mike Zarin zusam­men­ge­tan und nach einer noch eher unin­spi­rier­ten EP die­sen Monat ein Debut-Album vor­ge­legt, das es in sich hat. Wer die Bands der ein­zel­nen Mit­glie­der kennt, kann sich ein unge­fäh­res Bild des Sounds von Gone Is Gone machen, aber nicht zuletzt das gran­dio­se Por­tishead-Cover »Roads« macht klar, dass wir hier mehr als die Sum­me der Ein­zel­tei­le ser­viert bekom­men. Ihr Sound braucht ein wenig, um rich­tig zu wir­ken, haut dann aber rein und lässt einen nicht mehr los. Über­zeugt euch nach dem Klick!

vorgestellt: No Spill Blood

Im Rock- und mehr noch dem Metal-Umfeld ist es ja fast eine unge­schrie­be­ne Regel, dass sich die Häu­fig­keit von Tas­ten­in­stru­men­ten in einer Band anti­pro­por­tio­nal zur Här­te der Musik der Band ver­hält. No Spill Blood inter­es­siert das aber nicht die Boh­ne und schöp­fen ihren genia­len düs­te­ren Sound gera­de aus dem Ersatz von Gitar­re durch ein Key­board. Mit Bass und Schlag­zeug ist das Trio kom­plett und hat sich einen nur schwer zu defi­nie­ren­den, unglaub­lich groo­ven­den, Ele­men­te aus Stoner-Rock, Metal, Psy­che­de­lic Rock und 70s/80s Sci-Fi-Sound­tracks fusio­nie­ren­den Stil ange­eig­net. Die drei Iren sind aller­dings auch kei­ne unbe­schrie­be­nen Blät­ter mehr. Mit Matt Hedi­gan (Hands Up Who Wants To Die) an Bass und Gesang, Ruad­han O’Meara (Magic Pockets) am Synth und Lar­ry Kaye (Ade­bi­si Shank) an den Drums kommt der Sound auch nicht von Unge­fähr.

vorgestellt: Mutoid Man

Ich muss ja sagen, dass ich mit Cave In nie wirk­lich warm gewor­den bin. Wo Ste­phen Brodsky’s Vor­zei­ge­band aber schei­tert, kann sein Zweit­pro­jekt Muto­id Man bei mir abso­lut punk­ten. Die Mischung aus kom­ple­xem Math­core und groo­ven­dem Retro-Metal und Punk haut mit einer Wucht rein, die ihres Glei­chen sucht. Als Zwei­mann-Pro­jekt zusam­men mit Drum­mer Ben Kol­ler (Con­ver­ge und auch mal kurz Cave In) gestar­tet, hat die mit Bas­sist Nick Cage­ao zum Trio ver­grö­ßer­te Band im Som­mer 2015 ihr Debut-Album vor­ge­legt, das ich jedem nur wärms­tens emp­feh­len kann. Nach dem Klick könnt ihr euch wie immer ein Bild machen!

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