vorgestellt: Gösta Berlings Saga
Eine Band, deren Musik sofort das Kopf­ki­no rat­tern und Sound­land­schaf­ten ent­ste­hen lässt, gleich­zei­tig aber kaum in Wor­te zu fas­sen ist, hat bei mir ja per se schon mal einen Stein im Brett. Die nach dem Roman von Sel­ma Lager­löf benann­te Band bestehend aus den Stock­hol­mern Alex­an­der Skepp (Drums), Einar Bal­durs­son (Gitar­re), David Lundberg (Fen­der Rho­des, Synth und Mel­lo­tron) und Gabri­el Her­mans­son (Bass) spielt den per­fek­ten Sound­track für einen Jim Jar­musch-Strei­fen, der stil­echt in Schwe­dens Fjör­den eine Sto­ry um dra­ma­ti­sche Mor­de und Fabel­we­sen spinnt. Dabei klin­gen die Jungs modern und ange­nehm retro zugleich. Aber macht euch unbe­dingt selbst ein Bild!
vorgestellt: Luo

Ohne jetzt genau nach­ge­schaut zu haben, ist mir ver­mut­lich noch nicht unter­ge­kom­men, euch zu einem Vor­ge­stellt-Bei­trag aus­schließ­lich Live-Vide­os zu prä­sen­tie­ren. Beson­ders macht das aber vor allem die Tat­sa­che, dass wir es hier mit IDM und Drum & Bass zu tun haben, die von dem Brigh­to­ner Josh Trin­na­man aka Luo in einen span­nen­den Live-Band-Kon­text gesetzt und mit Post-Rock und Jazz gewürzt wur­den. Zusam­men mit meist drei Band­mit­glie­dern, teil­wei­se unter­stützt von Blä­sern oder auch mal als Duo mit sei­nem begna­de­ten Drum­mer Sam Hug­hes baut der Mann cine­ma­ti­sche Klang­land­schaf­ten auf, die ihres Glei­chen suchen. Im Stu­dio­for­mat schon toll, live aber beson­ders beein­dru­ckend.

vorgestellt: 잠비나이 (Jambinai)

Mit Begrif­fen wie Geo­mungo, Hae­ge­um oder Tae­pye­ong­so bekommt man es in der moder­nen Musik­welt eher sel­ten zu tun. Selbst in klas­si­scher Musik sind sie hier­zu­lan­de unbe­kannt, denn es han­delt sich um tra­di­tio­nel­le korea­ni­sche Instru­men­te. Die­se mischt das Trio 잠비나이 (aus­ge­spro­chen Jam­bi­nai) aus Seo­ul mit Schlag­zeug, E-Gitar­re und Elek­tro­nik zu einer ener­ge­ti­schen Fusi­on aus Post-Rock und korea­ni­scher Folk­lo­re, die zu kei­ner Zeit kit­schig wirkt, son­dern es locker mit God­speed You! Black Emperor und Kon­sor­ten auf­neh­men kann. Macht euch nach dem Klick selbst ein Bild!

BRNS – Void (Offi­ci­al Music Video)

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Ver­gan­ge­nes Jahr muss­ten wir ohne neu­es Mate­ri­al der Bel­gi­er aus­kom­men, denn die Band kon­zen­trier­te sich dar­auf, ihr 2012er Mini-Album »Woun­ded« unter die Leu­te zu brin­gen und kamen so lang­sam aber sicher in den Ohren eines grö­ße­ren Publi­kums an. Nun gibt es end­lich wie­der etwas neu­es der Jungs. »Void« heißt das sper­ri­ge neue Stück, das mich sofort in sei­nen Bann zie­hen konn­te. Nicht ganz unschul­dig dar­an ist auch das tol­le Video von Mih­nea Popes­cu und Oli­vi­er Boon­jing, wel­ches das lei­der etwas ereig­nis­lo­se Video zu »Mexi­co« alt aus­se­hen lässt. Ob auch an einem neu­en Album gear­bei­tet wird, konn­te ich nicht her­aus­fin­den, aber ich gehe mal stark davon aus, dass dies nicht das letz­te Lebens­zei­chen der Band in die­sem Jahr ist.

The App­le­seed Cast – »Gre­at Lake Der­elict«

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Um The App­le­seed Cast war es eine gan­ze Wei­le ruhig. Die Post-Rocker nah­men sich viel Zeit, um ihr neu­es Album »Illu­mi­na­ti­on Ritu­al« ein­zu­spie­len, aber jetzt steht es end­lich kurz vor der Ver­öf­fent­li­chung. Geht’s nach dem Teaser »Gre­at Lake Der­elict«, haben die Jungs die Zeit genutzt, um sich ein wenig neu zu defi­nie­ren. Rau­her und pol­tern­der sind sie gewor­den, das Gespür für tol­le Melo­di­en haben sie aber nicht ver­lo­ren. Ich bin guter Din­ge, dass wir da ein wirk­lich groß­ar­ti­ges Album auf uns zu kom­men haben!