vorgestellt: Black Futures
Oft sind die Ver­glei­che, die man Bands zu Pro­mo­ti­on­zwe­cken gern andich­tet, ja doch etwas weit her­ge­holt. Die ver­spro­che­ne Mischung aus Death From Above 1979 und den Che­mi­cal Bro­thers mit einer Pri­se Nine Inch Nails wird vom Lon­do­ner Duo Black Futures aber bedin­gungs­los gelie­fert. »Indus­tri­al Noi­se Punk« schimp­fen die nur als SPACE und VIBE bekann­ten Jungs ihren Stil und hau­en mit bis­her drei weit­läu­fig ver­füg­ba­ren Songs bereits ordent­lich rein. Ich lie­ge ja gern mal falsch, aber ich den­ke, der gro­ße Durch­bruch lässt nicht mehr lang auf sich war­ten. Nach dem Klick hört ihr war­um!
Es ist ja immer wie­der erstaun­lich, was sich aus der alles ande­re als sel­te­nen 2-Mann-Kom­bi aus Gitar­re und Schlag­zeug noch so span­nen­des raus­ho­len lässt. Ursus Fac­to­ry fal­len in die­se Kate­go­rie und haben sich schnell einen ganz eige­nen Stil erspielt, der sich schwer beschrei­ben lässt. Die skur­ri­len Vide­os der Jungs und die Tat­sa­che, dass man zu den Fin­nen so gut wie gar nichts im Netz fin­det, das nicht auf fin­nisch ist, machen die Sache auch nicht ein­fa­cher. Aber am Ende kommt es ja auch auf die Musik an und die lohnt sich. Gera­de 2017 ver­öf­fent­lich­ten sie ihr Debut-Album und ich bin mir sicher, dass sie zumin­dest in Song­form Ein­zug in mei­ne Bes­ten­lis­te des Jah­res gefun­den hät­ten. Aber wie so oft ent­deckt man vie­le Per­len ja erst spä­ter…
KNARZtape #003

Der Zwei­mo­nats­rhyth­mus scheint sich unbe­wusst durch­zu­set­zen. Das nun­mehr drit­te KNARZ­tape steht in den Start­lö­chern und dies­mal gibt es rocki­ges der etwas lau­te­ren, schram­me­li­ge­ren, meist kom­ple­xe­ren Bau­wei­se auf die Ohren. Neben eini­gen mei­ner typi­schen Ver­däch­ti­gen hab ich eini­ge Bands wie­der aus­ge­gra­ben, die ich ewig nicht mehr gehört hab. Wir blei­ben aber soweit ich das über­bli­cke kom­plett im 21. Jahr­hun­dert. Viel Spaß damit und ich neh­me gern Vor­schlä­ge für kom­men­de Tapes ent­ge­gen!

zum KNARZ­tape #003 [foto]
vorgestellt: The Picturebooks

Man stel­le sich fol­gen­des Sze­na­rio vor: Zwei jun­ge Men­schen lang­wei­len sich in einer ereig­nis­lo­sen Klein­stadt und ver­wan­deln eine Gara­ge auf dem Land in ihr Refu­gi­um, in dem sie an Motor­rä­dern schrau­ben, ska­ten und vor allem stark blues-infi­zier­ten Gara­ge Rock spie­len und auf­neh­men. Hört man sich die Musik dazu an, wür­de man die Pic­turebooks spon­tan in die Süd­staa­ten der USA ver­or­ten. Hört man aber die Namen Fynn Claus Grab­ke und Phil­ipp Mirt­schink der bei­den Band­mit­glie­der dazu, will das nicht so ganz zusam­men pas­sen. Die Jungs stam­men näm­lich aus Güters­loh, was sie aber nicht davon abhält, den ame­ri­ka­ni­schen Way of Life zu zele­brie­ren. Ihr Sound ist ener­gie­ge­la­den son­der glei­chen und reißt sofort jeden mit, der sie hört. Nach dem Klick könnt ihr euch wie gewohnt davon über­zeu­gen. Checkt aber auch ihr Spo­ti­fy-Pro­fil aus, denn da gibt’s den noch nicht ander­wei­tig ver­link­ba­ren neu­en Song »Zero Fucks Given« auf die Ohren!

vorgestellt: Wakrat

Wenn man an Punk denkt, kom­men einem nicht unbe­dingt sofort unge­ra­de Rhyth­men und kom­ple­xe Arran­ge­ments in den Sinn. Und doch haben Wakrat den Punk mehr als nur im Blut, mischen ihn aber mit Hard­core, Pro­gres­si­ve Rock und sogar Jazz-Anlei­hen. Mit Bas­sist und Sän­ger Tim Com­mer­ford (Rage Against The Machi­ne) kommt der Ein­fluss aber auch nicht von unge­fähr. Zusam­men mit Drum­mer Mathi­as Wakrat und Gitar­rist Lau­rent Gran­ge­on spielt er einen über­ra­schend jung geblie­be­nen und wie schon RATM nicht sel­ten poli­ti­schen Sound, der bes­ser klingt, als alles, was die Über­bleib­sel sei­ner alten Band in den letz­ten Jah­ren so her­vor­ge­bracht hat. Ihr Debut-Album ist übri­gens ges­tern erschie­nen!

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