vorgestellt: Moon Tooth
Man soll­te den­ken, dass man irgend­wann doch aus­rei­chend Erfah­rung dar­in gesam­melt hat Bands zu beschrei­ben, die sich hart­nä­ckig simp­len Beschrei­bun­gen ent­zie­hen. Es gibt aber immer wie­der eine Band, die einen erneut nach Aus­re­den suchen lässt, war­um man denn nun nichts defi­ni­ti­ves zu ihrem Stil sagen kann. Ver­su­chen wir es mal damit: Man stel­le sich vor, die Jungs von Dream Thea­ter trä­fen sich mit Queens Of The Stone Age, um mal ordent­lich eine durch­zu­rau­chen. Auf hal­ber Stre­cke bleibt dann nur noch Gitar­re, Bass, Schlag­zeug und ein sicht­lich auf­ge­la­de­ner Sän­ger übrig, die ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf las­sen. Das wird den New Yor­kern von Moon Tooth zwar auch nur leid­lich gerecht, muss aber erst mal rei­chen, denn wie immer hilft doch nur, sich selbst ein akus­ti­sches Bild zu machen!
vorgestellt: Gone Is Gone

Es ist mal wie­der Zeit, die Super­group-Schub­la­de auf­zu­ma­chen. Mastodon-Sän­ger und Bas­sist Troy San­ders hat sich ver­gan­ge­nes Jahr mit Namens­vet­ter und QOT­SA-Gitar­rist Troy Van Lee­uwen, Tony Hajjar, sei­nes Zei­chens Drum­mer von At the Dri­ve-In und Mul­ti­in­stru­men­ta­list Mike Zarin zusam­men­ge­tan und nach einer noch eher unin­spi­rier­ten EP die­sen Monat ein Debut-Album vor­ge­legt, das es in sich hat. Wer die Bands der ein­zel­nen Mit­glie­der kennt, kann sich ein unge­fäh­res Bild des Sounds von Gone Is Gone machen, aber nicht zuletzt das gran­dio­se Por­tishead-Cover »Roads« macht klar, dass wir hier mehr als die Sum­me der Ein­zel­tei­le ser­viert bekom­men. Ihr Sound braucht ein wenig, um rich­tig zu wir­ken, haut dann aber rein und lässt einen nicht mehr los. Über­zeugt euch nach dem Klick!

vorgestellt: John J. Presley

Wenn man die Musik eines Künst­lers nur mit Misch-Gen­res beschrei­ben kann, die es eigent­lich gar nicht gibt, hat er in mei­nen Augen defi­ni­tiv etwas rich­tig gemacht und mein Inter­es­se ist geweckt. Den Lon­do­ner John J. Pres­ley wür­de ich z.B. als Stoner-Blues kate­go­ri­sie­ren, und selbst das trifft auch noch nicht voll ins schwar­ze. Dabei bricht er sei­ne Musik bis auf die Kno­chen her­un­ter, nur um dann fuz­zend drauf her­um zu schra­ben. Und in die­sem brum­men­den Mini­ma­lis­mus ist dann sogar noch ein Quent­chen sei­nes ver­wand­schaft­lich unzu­sam­men­hän­gen­den Namens­vet­ter Elvis zu fin­den. Ein Debut-Album ist wohl in Arbeit, wann aber damit zu rech­nen ist, konn­te ich nicht her­aus­fin­den. Sei­ne bis­he­ri­gen Songs sind aber schon mehr als ein guter Appe­ti­zer!

vorgestellt: No Spill Blood

Im Rock- und mehr noch dem Metal-Umfeld ist es ja fast eine unge­schrie­be­ne Regel, dass sich die Häu­fig­keit von Tas­ten­in­stru­men­ten in einer Band anti­pro­por­tio­nal zur Här­te der Musik der Band ver­hält. No Spill Blood inter­es­siert das aber nicht die Boh­ne und schöp­fen ihren genia­len düs­te­ren Sound gera­de aus dem Ersatz von Gitar­re durch ein Key­board. Mit Bass und Schlag­zeug ist das Trio kom­plett und hat sich einen nur schwer zu defi­nie­ren­den, unglaub­lich groo­ven­den, Ele­men­te aus Stoner-Rock, Metal, Psy­che­de­lic Rock und 70s/80s Sci-Fi-Sound­tracks fusio­nie­ren­den Stil ange­eig­net. Die drei Iren sind aller­dings auch kei­ne unbe­schrie­be­nen Blät­ter mehr. Mit Matt Hedi­gan (Hands Up Who Wants To Die) an Bass und Gesang, Ruad­han O’Meara (Magic Pockets) am Synth und Lar­ry Kaye (Ade­bi­si Shank) an den Drums kommt der Sound auch nicht von Unge­fähr.

Tur­bo­wolf – Rab­bits Foot

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

Ich arbei­te ja schon neben­bei an mei­ner Jah­res­bes­ten­lis­te, die gar nicht mal so unbe­dingt wegen Zeit­man­gel die­ses Jahr etwas anders aus­fal­len wird als die bis­her so übli­chen Top 30, aber die Zeit steht ja nicht still. So wer­fen auch schon so lang­sam die inter­es­san­ten Alben für 2015 ihre Schat­ten vor­aus. Dar­un­ter auch Tur­bo­wolf, die mit Rab­bits Foot kei­ne Expe­ri­men­te ein­ge­hen und auf die typi­schen, aber wirk­sa­men Schwei­ne-Riffs set­zen. »Two Hands« soll das zwei­te Album hei­ßen und am 06.04.2015 erschei­nen. Ich bin sehr gespannt!

Seite 1 von 212