Gedanken eines "linksversifften Spinners"
[FreeImages.com/Zettmedia]

Vor zwei, drei Jah­ren hät­te ich nicht erwar­tet, in Zukunft mal ein Poli­tik-Inter­es­se zu ent­wi­ckeln, das über ober­fläch­li­ches Abklop­fen, mit wel­cher Par­tei man denn grob am bes­ten klar kommt, hin­aus­geht. Nun, vor zwei, drei Jah­ren war auch noch nicht abzu­se­hen, dass eine ach so demo­kra­ti­sche Par­tei weit rechts der CDU und zumin­dest an der Ober­flä­che nur knapp links neben der NPD zwei­stel­li­ge Wahl­er­geb­nis­se ein­fährt und rei­hen­wei­se in die Land­ta­ge ein­zieht. Dass so etwas in Deutsch­land trotz sei­ner Geschich­te noch mög­lich ist, hat­te ich nicht erwar­tet. Nach und nach begann ich, mich gegen die AfD aus­zu­spre­chen, was erst mal nicht viel mehr als Fol­gen ver­schie­de­ner Face­book-Sei­ten von AfD-Geg­nern, lesen und Tei­len von Bei­trä­gen bedeu­te­te. Man hat­te hier oben im Nor­den ja zum Glück auch noch recht wenig Berüh­rungs­punk­te mit der Trup­pe. Ver­gan­ge­ne Woche änder­te sich das aber schlag­ar­tig, als die Par­tei nach einer kurz­fris­ti­gen Absa­ge vom Kie­ler Schloss aus­ge­rech­net in ein 45 km von Kiel ent­fern­tes klei­nes Dorf aus­wich, denn in genau die­sem Dorf bin ich auf­ge­wach­sen und habe natür­lich noch Fami­lie und Freun­de dort.